20.1.2026 – Tarife, Transparenz, Komfort, Kundendienst: Die ÖGVS und „Trend“ haben wieder Eigenheimversicherungen untersucht. In der Gesamtwertung schnitten Zürich, Kärntner Landesversicherung und Wüstenrot am besten ab.

Die Gesellschaft für Verbraucherstudien (ÖGVS) hat neuerlich, zusammen mit dem Magazin „Trend“, Eigenheimtarife von 16 Anbietern geprüft.
Folgende Unternehmen wurden berücksichtigt: Allianz, Donau, Ergo, Grazer Wechselseitige, HDI, Helvetia, Kärntner Landesversicherung, Merkur, Muki, Niederösterreichische, Oberösterreichische, Uniqa, VAV, Vorarlberger Landes-Versicherung, Wüstenrot und Zürich.
Wie bei früheren Tests setzt sich das Testurteil aus Ergebnissen aus drei Kategorien zusammen, die mit unterschiedlicher Gewichtung in die Gesamtwertung eingingen:
Die Leistungen in den Kategorien „Tarife“ sowie „Transparenz und Komfort“ seien durch Experten analysiert, der Kundendienst durch qualifizierte und verdeckte Testpersonen bewertet worden, erläutert die ÖGVS. Dabei wurde jeder Anbieter fünf Mal telefonisch getestet.
„Deutliche Unterschiede“ habe man in den Beitragshöhen festgestellt. Durch Wechsel in den billigsten Tarif seien bis zu 62 Prozent Prämienersparnis möglich. Die ÖGVS schränkt aber freilich ein: Wer einen Tarif mit niedriger Prämie im Auge hat, sollte sich auch den Leistungsumfang ansehen.
„So unterschieden sich die Tarife beispielsweise hinsichtlich der Deckungssummen für die Eigenheim-, Haushalts- und Haftpflichtversicherung. Auch die Höchstbeträge, zu denen Schmuck und Bargeld versichert waren, variierten“, so die ÖGVS.
„Zudem fehlten zum Beispiel in einigen Tarifen die Absicherung von Fußbodenheizung, Solaranlagen oder Klimaanlagen oder auch die Erstattung von Hangsicherungskosten nach einem Erdrutsch.“
Das „beste Preis-Leistungs-Verhältnis“ boten in den Augen der Tester KLV und VLV. Die beiden Anbieter kamen auf 84,0 bzw. 81,6 Prozent „Zielerreichung“. An dritter Stelle kam Muki mit 81,0 Prozent zu liegen.
Was „Transparenz und Komfort“ betrifft, seien bei nahezu allen Anbietern zwar die wichtigsten Leistungen auf der Website aufgeführt gewesen. Bei einigen habe aber eine Angabe zu den Haftpflicht-Deckungssummen gefehlt, ebenso eine Verlinkung der detaillierten Bedingungen.
„Einen Online-Rechner zur Ermittlung der individuellen Prämie stellten nur sechs der 16 getesteten Unternehmen zur Verfügung“, fügt die ÖGVS hinzu.
Die besten Noten in dieser Kategorie erhielten Zürich (94,3 Prozent „Zielerreichung“), VAV (92,3 Prozent) und Wüstenrot (87,6 Prozent).
In Bezug auf den Kundendienst gibt es Lob hinsichtlich der Kontaktmöglichkeiten: Diese „ließen bei den Versicherern im Test kaum Wünsche offen“. Bei allen finde man sowohl eine telefonische Hotline als auch ein Kontaktformular bzw. eine E-Mail-Adresse vor.
Allerdings habe sich der telefonische Kundendienst in einer „mittelmäßigen Verfassung“ präsentiert: Mängel seien sowohl bei der Erreichbarkeit als auch bei der fachlichen Kompetenz aufgetreten.
So sei nur in 69 Prozent der Fälle bereits beim ersten Anrufversuch ein Mitarbeiter erreichbar gewesen, nach zwei Versuchen sei die Quote bei 81 Prozent gelegen. In fachlicher Hinsicht seien teils konkrete Antworten auf die gestellten Fragen ausgeblieben; Antworten seien zwar „nahezu immer korrekt“ gewesen, „jedoch in rund der Hälfte der Fälle nicht ausführlich“.
Am besten wurde der Kundendienst der Grazer Wechselseitigen bewertet (94,1 Prozent), gefolgt von jenem der KLV (91,0 Prozent) und der Ergo (84,2 Prozent).
Gesamtfazit der ÖGVS: Die Zürich erfüllte die gesetzten Kriterien „insgesamt am besten“ und wurde somit zur Testsiegerin gekürt, vor Kärntner Landesversicherung und Wüstenrot.
| # | Anbieter | Zielerreichung | # | Anbieter | Zielerreichung |
|---|---|---|---|---|---|
| Quelle: ÖGVS | |||||
| 1. | Zürich | 81,9 % | 9. | Uniqa | 74,8 % |
| 2. | Kärntner Landesvers. | 81,2 % | 10. | Allianz | 74,5 % |
| 3. | Wüstenrot | 79,5 % | 11. | VAV | 73,9 % |
| 4. | Muki | 78,7 % | 12. | Donau | 71,8 % |
| 5. | Ergo | 77,0 % | 13. | Vorarlberger Landes-V. | 71,7 % |
| 6. | HDI | 76,5 % | 14. | Niederösterreichische | 71,6 % |
| 7. | Grazer Wechselseitige | 75,8 % | 15. | Oberösterreichische | 71,3 % |
| 8. | Helvetia | 75,2 % | 16. | Merkur | 67,6 % |
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