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Mehr als 1.000 Elektrobrände pro Jahr in Haushalten

12.5.2026 – 2024 hatten 1.153 Haushaltsbrände in Österreich elektrische Ursachen. Solche Brände wären allerdings oft einfach zu vermeiden, stellen VVO, KFV und Brandverhütungsstelle Oberösterreich fest. Die Abfallwirtschaft warnt insbesondere vor Brandrisiken von falsch, nämlich im Restmüll, entsorgten Akkus. Schäden durch achtlos entsorgte Batterien gingen in die Millionen. Versicherungen für Abfallbehandlungsanlagen zu bekommen, werde schwieriger.

Gesammelte Batterien (Bild: James Cameron/Unsplash)
Symbolbild (Bild: James Cameron/Unsplash)

Die mit Elektrogeräten verbundene Brandgefahr wird oftmals unterschätzt. Davor warnen aktuell der Versicherungsverband (VVO), das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) und die Brandverhütungsstelle Oberösterreich.

Rund 15 Prozent der Brände im Haushalt werden den Angaben zufolge durch elektrische Energie verursacht. Hauptauslöser seien defekte Elektrogeräte, beschädigte Leitungen und unsachgemäßer Umgang.

Durch Verschmutzung, Alterung, schlechte oder ausgeleierte Kontakte oder Überlastung könne es plötzlich zu Lichtbögen und Schwelbränden kommen. Oft könne die Brandentwicklung „still“ hinter Verkleidungen oder Möbeln ihren Lauf nehmen, was ein wirksames Eingreifen einschränke.

Die Statistik zur Problematik: Jeder sechste Brand sei ein Elektrobrand. Österreichweit seien pro Jahr mehr als 1.000 Brände auf elektrische Ursachen zurückzuführen. 2024 hatten 1.153 Haushaltsbrände elektrische Ursachen.

Brände wären oft leicht zu verhindern

Dabei wären viele Brände durch einfache Sicherheitsmaßnahmen verhindert werden, wie es weiter heißt.

„Die Kombination aus fachgerechter Installation, regelmäßiger Wartung, verantwortungsvollem Umgang und einfacher Prävention trägt maßgeblich zur Brandvermeidung bei und damit zu mehr Sicherheit im privaten Wohnraum bei.“

Das Risiko eines Elektrobrandes lasse sich etwa dadurch verringern, dass Wärmestau vermieden wird, Verteilerstecker nicht aneinandergereiht und Mehrfachsteckdosen nicht überlastet werden.

Was Akkus betrifft, gelte es, „passende und möglichst hochwertige“ Ladegeräte und Kabel zu verwenden, auffällige oder beschädigte Akkus nicht mehr zu verwenden und kaputte Akkus oder Geräte mit eingebauten Akkus nicht im Restmüll, sondern fachgerecht zu entsorgen.

Drei Millionen Lithium-Ionen-Akkus im Restmüll

Letzterer Punkt hatte im April schon die Vereinigung öffentlicher Abfallwirtschaftsbetriebe (VÖA) veranlasst, sich zu Wort zu melden.

„Millionen gebrauchter Akkus landen in Österreich im Restmüll – mit gefährlichen Folgen“, hatte sie gewarnt. „Das ist pure Vergeudung wertvoller Rohstoffe und zugleich brandgefährlich“, so die VÖA weiter.

Jedes Jahr wandern laut VÖA rund drei Millionen Lithium-Ionen-Akkus in den Restmüll. „Bereits ein oder zwei beschädigte Exemplare reichen aus, um mitten im Abfallberg ein Feuer zu entfachen.“ Solche Brände seien besonders schwer zu bekämpfen, weil Tonnen von Material darüber lagern.

Millionenschäden und Probleme für die Versicherbarkeit

„Die durch achtlos entsorgte Batterien verursachten Schäden belaufen sich oft auf Millionenhöhe – Kosten, die letztendlich unsere Abfallgebühren in die Höhe treiben“, gibt VÖA-Geschäftsführer Ferdinand Koch zu bedenken.

„Außerdem wird es durch die häufigen Brände immer schwieriger, überhaupt eine Versicherung für Abfallbehandlungsanlagen zu bekommen“, ergänzt Koch. Deshalb unterstreicht auch die VÖA: Batterien aller Art gehören in die getrennte Sammlung.

Koch: „Um die Problematik nachhaltig in den Griff zu bekommen, reicht bewusstes Konsumentenverhalten allein nicht aus. Was es braucht, ist ein nationaler Kraftakt, bei dem Abfallwirtschaft, Handel und Politik gemeinsam strukturelle Lösungen schaffen.“

 
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