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Allianz Trade: Spitzen-Rating für Österreich

18.2.2026 – Der Kreditversicherer weist für Österreich ein AA1-Rating aus. Nach zwei Rezessionsjahren dürften sich die wirtschaftlichen Aussichten ab 2026 nach und nach verbessern – in Gestalt eines anziehenden Wirtschaftswachstums und rückläufiger Insolvenzzahlen.

Gudrun Meierschitz (Bild: M. Draper)
Gudrun Meierschitz
(Bild: M. Draper)

Allianz Trade hat seinen „Country Risk Atlas 2026“ veröffentlicht. Der Kreditversicherer attestiert Österreich ein „niedriges Risiko für Unternehmen“ und bestätigt das „AA1“-Rating.

„Die Bestätigung des AA1-Ratings unterstreicht die strukturelle Stabilität des Wirtschaftsstandorts Österreich“, kommentiert Gudrun Meierschitz, Vorständin der Allianz-Trade-Tochter Acredia.

„Gleichzeitig zeigen die vergangenen beiden Jahre, wie stark Unternehmen von externen Faktoren wie der schwachen Nachfrage aus Deutschland, hohen Finanzierungskosten und geopolitischen Unsicherheiten betroffen sind“, fügt Meierschitz hinzu.

Allianz Trade – Länder-Rating

Das Allianz-Trade-Rating misst das Zahlungsausfallrisiko und setzt sich aus zwei Komponenten zusammen:

  • Die eine ist eine mittelfristige Bewertung, die das wirtschaftliche und politische Umfeld betrachtet und die Grade AA (geringstes Risiko), A, BB, B, C und D (hohes Risiko) umfasst.
  • Die andere Bewertung bezieht kurzfristige Finanzierungs- und Geschäftsrisiken ein und reicht von 1 (geringstes Risiko) bis 4.

„Licht am Ende des Tunnels“

Country Risk Atlas 2026 (Cover; Quelle: Allianz Trade)
Cover; Quelle: Allianz Trade

Das Österreich-Kapitel in dem Bericht ist mit „Licht am Ende des Tunnels“ betitelt.

Nach einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,7 Prozent 2023 und um 0,8 Prozent 2024 beziffert der Bericht die Entwicklung des BIP im letzten Jahr mit plus 0,6 Prozent, womit es 2025 leicht ins Plus drehte.

Prognostiziert wird eine weitere Verbesserung: Für 2026 wird ein Wachstum von 1,1 Prozent erwartet, für 2027 +1,3 Prozent. Als unterstützend werden unter anderem „der fiskalische Impuls“ in Deutschland und damit eine Erholung bei Österreichs größtem Handelspartner eingestuft.

Während Industrie und Exporte wieder an Dynamik gewinnen dürften, bleibe die Erholung im Bausektor verhalten, so Acredia. Der private Konsum werde angesichts gedämpfter Kaufkraft und anhaltender Unsicherheit voraussichtlich nur langsam anziehen.

Insolvenzen: nach „Rekordhöhe“ nun Entspannung in Sicht

Das zuletzt schwierige Umfeld wirkte sich auch auf die Unternehmensinsolvenzen aus. 2024 nahm ihre Anzahl gegenüber 2023 um 22 Prozent zu und erreichten ein Rekordniveau, wie im Bericht angemerkt wird. 2025 habe sich der Anstieg deutlich verlangsamt. Für 2026 wird ein Rückgang um 5 Prozent, für 2027 ein Rückgang um 9 Prozent erwartet.

Auch wenn sich die Konjunktur ab 2026 schrittweise erholen dürfte, bleibt das Umfeld für viele Betriebe anspruchsvoll und erfordert ein vorausschauendes Risikomanagement.

Gudrun Meierschitz, Acredia

„Nach zwei Jahren Rezession ist die österreichische Wirtschaft weiterhin von Zurückhaltung bei Investitionen und Konsum geprägt. Erste Erholungssignale sind zwar erkennbar, sie bleiben jedoch fragil“, sagt Meierschitz. „Die erwartete Belebung ab 2026 wird maßgeblich von der Entwicklung in Deutschland und der globalen Industrienachfrage abhängen.“

Österreich profitiere weiterhin von einer hohen Produktivität, vergleichsweise geringer Einkommensungleichheit und einem stabilen institutionellen Rahmen, hält Acredia fest. Gleichzeitig bestünden strukturelle Risiken fort, „darunter eine hohe Exportabhängigkeit, ein erhöhter öffentlicher Schuldenstand sowie ungünstige demografische Entwicklungen“.

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Darlehen · Konjunktur · Rating
 
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