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Wir haben längst ein Pensionsdesaster

2.5.2022 – In Wirklichkeit haben wir längst ein Pensionsdesaster. Wie sieht es aus mit dem 3-Säulen-Modell?

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Das Pensionskonto – das unbekannte Wesen; kaum einer kennt seine Ansprüche. Gewiß ist, daß die Ansprüche Monat für Monat kleiner werden … ungeachtet des Kaufkraftverlustes durch die steigende Inflation, das kommt dazu.

Betriebliche Vorsorge – nach wie vor gut ausgeprägt in den ehemaligen Staatsbetrieben, detto in geschützten Bereichen wie Arbeiterkammer oder Wirtschaftskammer. Für Klein-und Mittelbetriebe ein Kostenfaktor, vor dem man sich fürchtet.

Die private Pensionsvorsorge – PZV ruiniert durch gesenkte Prämie und durch die ständig erhöhten Anlei(c)henvorgaben. Deckungsstöcke schwer belastet durch Niedrig-, Null-und Minuszinsen.

Seit Jahrzehnten hören wir von der Politik, daß der Staat für alles sorgt, alle Warnungen zu den obgenannten Problemen werden beharrlich ignoriert.

Der Staat bereichert sich im Gegenzug an den Nullzins-Anleihen, die in Wirklichkeit eine versteckte Steuer für alle Sparer sind und gleichzeitig das Schuldenmachen erleichtern.

Die wachsende Entreicherung der Pensionisten wird zwangsläufig zu sinkender Nachfrage und sinkendem Wirtschaftswachstum führen. Von sozialen Problemen einmal ganz abgesehen.

Wann wird endlich reiner Wein eingeschenkt, wo gibt es eine offene und ehrliche Diskussion hinsichtlich der Finanzierung der Altersvorsorge?

Wenn die nach wie vor geschützten Bereiche keine Pensionssorgen haben müssen, dann heißt das leider nicht, daß es diese existentiellen Probleme für die ihnen Anvertrauten nicht gibt.

Die Sozialpartner eiern wegen 150 Euro Energiegutscheinen herum uns feiern sich selbst. Das wirklich heiße Eisen Pensionssicherheit wird hingegen konsequent nicht angefaßt.

Wo bleibt beim Pensionsdesaster das Modewort Transparenz?

Rudolf Mittendorfer

r.mittendorfer@verag.at

zum Artikel: „Umfrage: Zwei Drittel für verpflichtende betriebliche Vorsorge”.

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