Vereinfachung des Steuersystems nötig

9.11.2018 – Das Problem in der Pensionssicherung kann auf ganz einfache Weise gemildert werden: Schaffen wir die Steuern und Abgaben darauf ab, zahlen wir Pensionen netto für brutto aus.

Es ist nicht einzusehen, warum auf der einen Seite Steuergeld in das System gepumpt wird, im selben Augenblick aber wieder (von diesem Steuergeld) Steuern bezahlt werden sollen.

Das hat mit „sozialer Gerechtigkeit” oder „Umverteilung” gar nichts zu tun, sondern erhöht nur zahlenmäßig das BIP und somit die (mittlerweile tatsächlich unerwünschte, weil zu Lasten der Bürger gehende) „Verschuldensfähigkeit” des Staates.

Dasselbe gilt für das Einkommen von Beamten und anderen öffentlich Bediensteten. Wer unseren Staat in Schwung bringen und auch finanziell wieder leistungsfähig machen will, muss die Aufblähungen der Vergangenheit radikal beseitigen, auch und besonders dann, wenn das denjenigen, die von diesen Aufblähungen leben und/oder ihre politische Daseinsberechtigung daraus ableiten, damit nicht einverstanden sind.

Eine weitere Verbesserung bringt eine generelle Vereinfachung des Steuersystems und des Regelwerks zur BAV. Die Regel, dass in die BAV gezahlte Beträge für das Unternehmen zugunsten des Mitarbeiters (egal, ob leitend oder nicht) und/oder Unternehmers/Gesellschafters endgültig verloren sind und der Anspruch daraus jedenfalls erst mit Erreichen des Pensionsalters entsteht, schafft Rechtssicherheit, steuerlichen Anreiz und ist für jeden verständlich.

Mir ist schon klar, dass Finanzbeamte, Steuerberater und BAV-Seminaranbieter damit nicht glücklich sind. In der Sache selbst und für die Menschen in Österreich wäre es eine wesentliche Erleichterung.

Christoph Ledel

bureau@ledel.biz

zum Artikel: „BAV: Praktiker fordern mehrere Verbesserungen”.

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