Schwierig, etwas mit gutem Gewissen zu empfehlen

5.9.2019 – Warum Makler das Thema Altersvorsorge nicht mehr betreiben? In einer Zeit, in der Anleihen vielfach Minuszinsen abwerfen und die Börsen seit Jahren durch die Zins- und Geldpolitik der Notenbanken gepusht werden, was soll man da einem Kunden empfehlen?

Ich glaube: Egal, was man derzeit empfiehlt, wird man über kurz oder lang einen unzufriedenen Kunden haben. Entweder jammert er, dass die konservative Vorsorge null Rendite abgeworfen hat, oder er jammert, dass eine fondsgebundene Lebensversicherung durch einen Rücksetzer am Aktienmarkt schlecht läuft.

Und ich muss gestehen, für beides habe ich Verständnis. Und ich erwarte auch nicht, dass die Lage am Anleihen- und Aktien-Markt besser, sondern eher schlechter wird.

Da will ich es mir ehrlich gesagt nicht antun, eine Beratung für eine Vorsorge zu machen und würde mir im Moment auch schwer tun, etwas mit gutem Gewissen zu empfehlen.

Vielen Staaten wurde durch die Notenbank-Politik eine Menge Zinsen erspart. Allerdings hat man damit die Menschen um eine Menge Geld gebracht. Im Endeffekt zahlen halt nicht mehr die Staaten die Zinsen, sondern wir, indem wir zwangsweise zu MiniMini-Zinsen verdonnert wurden.

Gerald Layr

gerald.layr@maklerteam.at

zum Artikel: „Vorsorge: Damokles, Unmut und andere Baustellen”.

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