Pepp - eine gute Ausrede fürs Nichtstun?

12.2.2019 – Die Krise der europäischen Institutionen wird durch dieses Herumeiern (pardon) mit dem Pepp exemplarisch festgehalten.

Es ist bekannt, wer für die längst nicht ausgestandene Finanz-und Wirtschaftskrise 2008 verantwortlich ist – „aber es war leider nicht möglich, diese vom Vertrieb fernzuhalten”?!

Und wieso nicht, wenn es derart fundierte Bedenken gibt? Da sieht man doch wieder einmal, wer wirklich das Sagen hat - nämlich die großen Finanzkonglomerate; die die Krise herbeigeführt haben, die, die mit Steuergeld gerettet wurden, die, die weiterhin ihr Wesen und Unwesen treiben dürfen.

Trennung von Geschäftsbanken und Investmenthäusern? – Fehlanzeige! Für jede Form von Sparen und Veranlagen ist Vertrauen notwendig.

Angesichts der Verabschiedung vieler EU-Staaten von europäischen Werten, Regeln und Vereinbarungen ist die Zuständigkeit der nationalen Aufsichten für die Pepps geradezu eine gefährliche Drohung.

Für die ÖsterreicherInnen kann das weitere Warten von zwei oder mehr Jahren wohl ebenso nicht als ernst gemeinter Rat verstanden werden – das ist nur ein Placebo fürs Nichtstun!

Ich wiederhole es – die Nullzinspolitik plündert die Ersparnisse der Bürger, ein Nulldefiziert (geschweige Schuldenabbau) ist nicht in Sicht, und die Sparförderung wurde gekillt.

Es ist geradezu fahrlässig, auf ein Produkt zu warten, das man heute schon als Totgeburt bezeichnen kann.

Österreich soll Pensions-und Pflegevorsorge fördern.Nach österreichischen Gegebenheiten. Ein kostenärmeres System als die Zukufntsvorsorge, aber mit zehnprozentiger Prämie, maximiert mit 50 Prozent der Höchstbeitragsgrundlage des ASVG.

Die zweiten 50 Prozent sollten für Förderungen bei der Betrieblichen Altersvorsorge zur Verfügung gestellt werden. Veranlagungsvorschriften, die auch für Infrastruktur, Ökologie und vor allem Mittelbetriebsfinanzierung nutzbar sind. Das wäre ein Schub für die dringendst erforderliche Eigenvorsorge. Mit Pepp.

Rudolf Mittendorfer

r.mittendorfer@verag.at

zum Artikel: „Das „Pepp“ biegt in seine (lange) Zielgerade ein”.

WERBUNG
WERBUNG
Ihr Wissen und Ihre Meinung sind gefragt

Ihre Leserbriefe können für andere Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein. Bitte schreiben Sie Ihre Kommentare unter den Artikel in das dafür vorgesehene Eingabefeld.

Die Redaktion freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt ist. Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu! Schreiben Sie bitte an redaktion@versicherungsjournal.at.

Allgemeine Pressemitteilungen erbitten wir an meldungen@versicherungsjournal.at.

weitere Leserbriefe
13.2.2019 – Christoph Ledel zum Artikel „Das „Pepp“ biegt in seine (lange) Zielgerade ein” mehr ...