Nicht nur das Licht, sondern auch Schatten betrachten

31.1.2019 – Schriftsteller nehmen die Zukunft oft vorweg – beispielsweise Jules Verne, Aldous Huxley (Gentechnik) oder George Orwell (Überwachungsstaat).

Nun – 70 bis 150 Jahre später – überholt die Realität die Fiktion. Nicht nur hinsichtlich des technisch Möglichen, sondern auch der damit einhergehenden Gefahren.

Es gibt nichts, das nicht schon geleakt oder gehackt worden ist, dennoch ist der Hunger nach mehr Daten ungebrochen. Hotelgäste können ihre Zimmer nicht verlassen oder aufsuchen, weil Erpresser das elektronische System lahmlegten, und wir wünschen uns elektronische Überwachung der Wohnung?

Zehn Prozent Rabatt, damit ich zwar mit Schlüssel, aber ohne Zugang vor meiner Wohnung stehe und rasch bitcoins überweisen muß? In dem Moment hilft mir auch eine Cyberversicherung nichts.

Ich glaube nicht, ein Moderisierungsverweigerer zu sein, aber ich vermisse bei vielen Ideen und Vorschlägen den tatsächlichen Nutzen. Einem Sprachassistenten „Aufsperren“ zu sagen (mit allen bekannten Schwierigkeiten) oder die Schlüssel in der Handtasche zu suchen – wo ist der Gewinn?

Das kommt mir vor, wie wenn ich einer Maschine „Holzhacken“ per Computer anschaffe, um dann – gegen teure Gebühr – im Fitnesscenter zu schwitzen.

Im Übrigen glaube ich, daß von den 80 Prozent, die eine Haushaltsversicherung haben, mehr als die Hälfte „falsch“ versichert ist. Wird das mit elektronischer Überwachung besser?

Rudolf Mittendorfer

r.mittendorfer@verag.at

zum Artikel: „Die Haushaltsversicherung „der Lebenswirklichkeit annähern“”.

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