30.4.2026 – Künstliche Intelligenz rückt immer mehr ins Zentrum der Wettbewerbsfähigkeit, sagt IC-Spartenobmann Markus Roth. Allerdings hemmen diverse Gründe die KI-Nutzung, viele Unternehmer sehen sich auch stark von nicht-europäischen Anbietern abhängig und plädieren für entsprechende Maßnahmen. Die Wirtschaftskammer selbst hat neue „KI-Guidelines“ aufgelegt, die Unternehmen unterstützen sollen.
44 Prozent der Unternehmer aus den Bereichen Information und Consulting nutzen künstliche Intelligenz bereits aktiv, weitere 31 Prozent planen oder testen entsprechende Anwendungen.
Diese Zahlen nennt die Sparte Information und Consulting in der Wirtschaftskammer Österreich unter Berufung auf Daten, die die KMU Forschung Austria im Rahmen der Konjunkturerhebung 2026 unter 4.261 Betrieben gesammelt hat.
KI wird demnach besonders häufig für Recherche (82 Prozent) sowie Textgenerierung und Übersetzung (80 Prozent) eingesetzt.
Bundesspartenobmann Markus Roth sieht angesichts dessen künstliche Intelligenz „ins Zentrum der Wettbewerbsfähigkeit“ rücken.
Aber: „Gleichzeitig zeigen sich in der Praxis noch Unsicherheiten, etwa beim Datenschutz und bei rechtlichen Fragen, die den Einsatz begleiten“, wie Roth feststellt.
46 Prozent haben Bedenken in puncto Datenschutz, 39 Prozent sehen in unklaren rechtlichen Rahmenbedingungen eine Barriere. 34 Prozent bremst geringe Expertise in der Anwendung von KI bei der Nutzung derselben.
„Mehr als 90 Prozent messen den Themen Datenhoheit, Cybersicherheit und digitale Kompetenzen hohe Bedeutung bei, für jeweils etwa drei Viertel haben diese drei Themen sogar eine sehr hohe Relevanz“, führt Roth weitere Ergebnisse an.
Zugleich sehen 60 Prozent jedoch eine starke oder eher starke Abhängigkeit von nicht-europäischen IT-Dienstleistern, so Roth. Um die eigene Unabhängigkeit und Resilienz zu stärken, halten 73 Prozent Investitionen in Weiterbildung und 65 Prozent Investitionen in System- und Datensicherheit für wesentlich.
Unter den Befragten ist laut WKÖ dementsprechend ein Ruf nach Maßnahmen wie dem Ausbau „souveräner Netze und Dateninfrastrukturen“ und der Förderung digitaler Souveränität zu hören. 86 Prozent plädieren für eine Unterstützung in Form von Förderprogrammen.
Die WKÖ selbst hat derweil in einer dritten, überarbeiteten Auflage ihre „KI-Guidelines für KMU“ herausgegeben. Der Leitfaden wurde laut WKÖ an die aktuellen Anforderungen der Unternehmenspraxis angepasst.
Sie können online auf der Website der Wirtschaftskammer gelesen oder als 41 Seiten umfassende PDF-Datei heruntergeladen werden. Wie die WKÖ betont, kann der Leitfaden „individuell auf die jeweilige Organisation zugeschnitten werden“.
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