28.2.2025 – Der VKI hat sich für die neue Ausgabe seines Konsumenten-Magazins Ablebensversicherungen von 17 Anbietern angesehen und kommt zum Schluss, dass es „deutliche Prämienunterschiede bei gleicher Leistung“ gebe.
„Mit einem Angebotsvergleich lassen sich bei einer Ablebensversicherung mehrere tausend Euro an Prämienzahlungen sparen.“
Zu diesem Befund kommt der Verein für Konsumenteninformation (VKI) aufgrund einer aktuellen Analyse, für die er 17 Anbieter untersucht hat.
Dass in dem Vergleich die höchste Prämie mehr als doppelt so hoch sei wie die niedrigste, sei „absolut die Regel – bei gleich hoher Versicherungssumme“, so der VKI.
Über eine Laufzeit von 20 Jahren könne sich eine Person mit einem Einstiegsalter von 50 Jahren und einer Versicherungsleistung von 100.000 Euro je nach Wahl der Versicherung mehr als 8.000 Euro an Prämie sparen. Bei einem Einstiegsalter von 30 Jahren seien es immer noch rund 1.200 Euro.
Für den Test wurden die Prämien für 20-, 30-, 40- und 50-Jährige erhoben (Büroangestellte; Frau 170 cm, 75 kg, und Mann 180 cm, 85 kg) und folgendes Grundmodell gewählt: 100.000 Euro Versicherungssumme (konstant, nicht fallend, ohne Dynamisierung), 20 Jahre Laufzeit, Nichtraucher, keine Vorerkrankungen, keine zusätzlichen Risiken.
Die Jahresprämie für eine 50-jährige Person liege in der Erhebung zwischen 235,99 Euro und 641,97 Euro, berichtet der VKI. Bei einem Einstiegsalter von 30 Jahre zahle man hingegen zwischen 38,72 Euro und 98,58 Euro.
Der VKI geht in seinen Ausführungen auch auf bestimmte Aspekte wie Kostensenkung durch früheren Abschluss, Nachversicherungsgarantien und Rauchen vs. Nicht-Rauchen.
„Grundsätzlich erachten wir die Ablebensversicherung als sinnvolles Produkt – allerdings nicht für jeden gleichermaßen“, sagt VKI-Versicherungsexpertin Gabi Kreindl.
Wer bereits „ausreichend große Summen auf der hohen Kante hat“, so der VKI, eine gute Geldanlage-Strategie fahre, „für den- oder diejenige ist eine Ablebensversicherung wohl nicht notwendig“.
Wer diese Voraussetzungen „(noch) nicht“ erfüllt, habe mit einer Ablebensversicherung aber ein „probates Produkt an der Hand“, zumindest die finanziellen Sorgen Hinterbliebener zu mildern.
„Dieses Risiko-Absicherungsprodukt sollte allerdings nicht mit kombinierten Er- und Ablebensversicherungen oder fondsgebundenen Lebensversicherungen verwechselt werden“, so Kreindl.
„Solche Kombinationsprodukte bieten häufig nur einen unzureichenden Ablebensschutz. Wir empfehlen daher, Vermögensaufbau und Absicherung klar voneinander zu trennen.“
Details zum Test sind in der März-Ausgabe des „Konsument“ und (teils kostenpflichtig) auf der VKI-Website zu finden.
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