WERBUNG

Hundebiss: Versicherer lenkte nach ORF-Bürgeranwalt ein

15.9.2021 – Eine Niederösterreicherin war vom Hund eines Nachbarn gebissen worden, dessen Haftpflichtversicherer lehnte aber eine Zahlung ab. Nachdem sich der „Bürgeranwalt“ im März des Falles angenommen hatte, stimmte der Versicherer nun einem Vergleich zu.

Frau S. war zum Unfallszeitpunkt mit ihrem Hund im Garten ihres Hauses in Seyring nördlich von Wien. Sie erzählt, dass sich der Hund des Nachbarn an diesem Tag so lange aggressiv gegen den Trennzaun geworfen hat, bis dieser aus der Verankerung sprang und der Hund in ihrem Garten stand.

Sofort attackierte er den Hund von Frau S. Diese rief ihren Hund zurück, der sich daraufhin zurückzog. Nun versuchte sie, den Angreifer am Halsband zu fixieren. Kurz darauf kam die Besitzerin des Hundes zum Gartentor, um ihren Hund zurückzunehmen.

Da das Gartentor abgesperrt war, kam diese aber nicht auf das Grundstück von Frau S. In dem Moment verbiss sich der Hund in ihrem Arm. Nach der Attacke wurde sie ins Spital eingeliefert, wo man die Wunde reinigte und rechte Hand sowie Unterarm mit einem Gipsverband ruhigstellte.

Der Biss wirkte sich in der Folge auch auf Handgelenk, Ellbogen und Schulter aus, mittlerweile hat Frau S. mit einer Sehnenscheidenentzündung zu kämpfen. Als Selbstständige konnte sie durch die Verletzung drei Monate lang keine Aufträge erfüllen.

Außergerichtliche Lösung gesucht

Vom Haftpflichtversicherer der Hundehalterin forderte Frau S. insgesamt 28.000 Euro Verdienstentgang und Schmerzensgeld. Das Gegenangebot war ernüchternd: 2.500 Euro. Da sie keine Rechtsschutzversicherung besaß, strebte sie eine außergerichtliche Lösung an.

Bereits im März hatte die ORF-Sendung „Bürgeranwalt“ von dem Fall berichtet. Damals erklärte ihr Anwalt, seine Mandantin sei zwar völlig unschuldig an dem Vorfall, man sei aber zu einem Vergleich über 18.000 Euro bereit, um ein Verfahren zu vermeiden.

Der Versicherer hat das Angebot zunächst abgelehnt. In einem Schreiben hat er mitgeteilt, dass er es auf ein Verfahren ankommen lassen wolle, da er die geforderte Summe nicht nachvollziehen könne.

Doch noch Schadenersatz bezahlt

Im Studio erklärte der Anwalt, für den Versicherer sei ein Gerichtsverfahren eine „Standardsache“. Der Geschädigte dagegen würde dadurch nur noch zusätzlich belastet: psychisch und finanziell. Es sei deshalb sein Bestreben gewesen, ein Verfahren zu vermeiden.

Die jüngste Folge des „Bürgeranwalts“ konnte dann gute Nachrichten präsentieren: Der Vergleich wurde vom Versicherer doch noch angenommen, Frau S. hat den Betrag von 18.000 Euro inzwischen bereits erhalten.

Weiterführende Information

Die Sendung steht noch für wenige Tage in der ORF-TVthek zum Abruf bereit. Der Abschnitt mit dem beschriebenen Fall ist unter diesem Link direkt erreichbar.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Rechtsschutz
 
Ihr Wissen und Ihre Meinung sind gefragt

Ihre Leserbriefe können für andere Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein. Bitte schreiben Sie Ihre Kommentare unter den Artikel in das dafür vorgesehene Eingabefeld.

Die Redaktion freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt ist. Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu! Schreiben Sie bitte an redaktion@versicherungsjournal.at.

Allgemeine Pressemitteilungen erbitten wir an meldungen@versicherungsjournal.at.

Täglich bestens informiert!

Der VersicherungsJournal Newsletter informiert Sie von montags - freitags über alle wichtigen Themen der Branche.

Ihre Vorteile

  • Alle Artikel stammen aus unserer unabhängigen Redaktion
  • Die neuesten Stellenangebote
  • Interessante Leserbriefe

Jetzt kostenlos anmelden!

VersicherungsJournal in Social Media

Besuchen Sie das VersicherungsJournal auch in den sozialen Medien:

  • Facebook – Ausgewähltes für den Vertrieb
  • Twitter – alle Nachrichten von VersicherungsJournal.at
  • Xing News – Ausgewähltes zu Karriere und Unternehmen
Diese Artikel könnten Sie noch interessieren
6.9.2021 – Ausschlüsse sind in den Versicherungsbedingungen nicht immer so konkret definiert, wie sie sein sollten, meint Prof. Michael Gruber. Er befasste sich beim Expertentreffen der Makler mit der Frage, wie Versicherer auf Krisen reagieren. (Bild: Screenshot/VJ) mehr ...
 
6.9.2021 – Ab sofort sind Schadenmeldungen nicht mehr nur auf Kfz- sowie Schäden in Haushalt und Eigenheim beschränkt. mehr ...