Die Finanzvorsätze der Österreicher für 2019

7.1.2019 – Rund ein Drittel erwartet sich laut einer ING-Umfrage persönlich für das neue Jahr eine gute bis sehr gute Finanzlage. Im Vorjahr sagte dies nur ein Viertel. Fast die Hälfte will 2019 mehr sparen. Weihnachten könnte diesen Vorsatz begünstigen: Nach einer „Durchblicker“-Umfrage hat jeder Zweite Geld geschenkt bekommen. Mehr als ein Viertel dieses Geldes wollen die Befragten sparen. Ein häufiges Sparmotiv ist die eigene Absicherung.

Das neue Jahr verspricht aus Sicht vieler finanziell besser zu werden als das alte: Das liest die ING-Diba Austria aus einer Umfrage zur persönlichen Finanzlage der Österreicher ab.

„2018 war nicht so schlecht, 2019 wird aber besser“ – etwa so lasse sich die Sicht der Österreicher auf ihre Finanzen im Großen und Ganzen beschreiben.

Das Meinungsforschungsinstitut Ipsos hat im Auftrag der ING 1.000 Personen gebeten, ihre „Erwartungen und Vorhaben in Sachen Geld für 2019“ kundzutun.

Ein Viertel zieht eine positive Bilanz über 2018

25 Prozent bezeichneten 2018 als gutes oder sehr gutes Jahr in puncto Finanzen. Für 2019 erwarte aber ein deutlich größerer Anteil, nämlich 35 Prozent, eine gute bis sehr gute Finanzlage.

ING-Ökonomin Inga Fechner sieht einen Zusammenhang mit der Konjunkturprognose: „Zwar flacht der Aufschwung ab, das Niedrigzinsumfeld, eine anhaltende Investitionstätigkeit sowie der private Konsum sollten aber auch 2019 Konjunkturimpulse liefern. Familienbonus und eine gute Lage auf dem Arbeitsmarkt sollten vielen zu positiven Privatbilanzen verhelfen.“

Besonders viel Zuversicht sei vor allem im Westen auszumachen: 47 Prozent der Vorarlberger und 57 Prozent der Tiroler rechnen mit einer guten bzw. sehr guten persönlichen Finanzlage. Am anderen Ende der Skala rangiert das Burgenland mit knapp 24 Prozent Zuversichtlichen.

Bewertung der Finanzlage 2018 und 2019 (Grafik: ING/APA-Auftragsgrafik)

Finanzvorsätze 2019: Fast die Hälfte will mehr sparen

44 Prozent äußerten die Absicht, 2019 mehr zu sparen. Bei den 18- bis 24-Jährigen nehmen sich dies sogar 61 Prozent und bei den 25- bis 34-Jährigen 67 Prozent vor.

Die beiden Altersgruppen heben sich auch in anderer Hinsicht ab: Im Schnitt wollen 27 Prozent ein Haushaltsbudget erstellen. Auch gebe es in diesen Altersgruppen unterdurchschnittlich wenige, die sich mit ihren Finanzen kaum beschäftigen: Nur 5 Prozent von ihnen gehen laut ING ohne Finanzvorsätze ins neue Jahr.

„Besonders sorgsam“ seien im Bundesländervergleich Kärntner und Tiroler: 56 Prozent der Kärntner wollen mehr sparen und 22 Prozent erstellen ein Haushaltsbudget. In Tirol wollen 49 Prozent mehr Geld sparen und 24 Prozent ein Haushaltsbudget erstellen.

Finanzvorsätze für 2019 (Grafik: ING/APA-Auftragsgrafik)

Jeder Zweite bekam zu Weihnachten Geld

Hilfreich könnte für manchen das Weihnachtsfest sein: Wie das Vergleichsportal Durchblicker.at in einer Umfrage unter 1.241 Personen ab 18 Jahren erhoben hat, haben 52 Prozent Geld geschenkt bekommen – im Schnitt 256 Euro.

Ältere Personen legten dabei häufiger Scheine unter den Christbaum als jüngere, teilt der Durchblicker mit. „Weihnachten sorgt damit für einen signifikanten Vermögenstransfer von der älteren zur jüngeren Generation“, folgert Durchblicker-Geschäftsführer Reinhold Baudisch.

Übliche Geschenke (Grafik: Durchblicker.at)
„Übliche“ Arten von Geschenken. Zum Vergrößern Grafik anklicken.

„Ein Großteil des Geldes landet aber gleich im Handel“, so Baudisch weiter, im Durchschnitt 72 Prozent.

Wofür Geldgeschenke ausgegeben werden (Grafik: Durchblicker.at)
Wofür Geldgeschenke ausgegeben werden. Zum Vergrößern Grafik anklicken.

Gut ein Viertel wird gespart

28 Prozent werden hingegen gespart, wobei der Sparanteil umso höher sei, je höher das Geldgeschenk ist.

Dabei geben 59 Prozent an, für die eigene Absicherung zu sparen, 50 Prozent für größere Anschaffungen wie den Hausbau oder Renovierungsarbeiten und 48 Prozent für kleinere Anschaffungen wie Reisen oder technische Geräte.

Laut der Umfrage legt fast jeder Zweite die Geldgeschenke unter anderem auf einem Online-Sparkonto (48 Prozent), auf dem Sparbuch (43 Prozent), in bar (35 Prozent) oder mit einem Bausparvertrag (30 Prozent) an.

Sparmotive (Grafik: Durchblicker.at)
Sparmotive. Zum Vergrößern Grafik anklicken.
Schlagwörter zu diesem Artikel
Bausparen · Geschäftsbericht  · Konjunktur · Marktforschung
 
Ihr Wissen und Ihre Meinung sind gefragt

Ihre Leserbriefe können für andere Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein. Bitte schreiben Sie Ihre Kommentare unter den Artikel in das dafür vorgesehene Eingabefeld.

Die Redaktion freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt ist. Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu! Schreiben Sie bitte an redaktion@versicherungsjournal.at.

Allgemeine Pressemitteilungen erbitten wir an meldungen@versicherungsjournal.at.

Täglich bestens informiert!

Der VersicherungsJournal Newsletter informiert Sie von montags - freitags über alle wichtigen Themen der Branche.

Ihre Vorteile

  • Alle Artikel stammen aus unserer unabhängigen Redaktion
  • Die neuesten Stellenangebote
  • Interessante Leserbriefe

Jetzt kostenlos anmelden!

VersicherungsJournal in Social Media

Besuchen Sie das VersicherungsJournal auch in den sozialen Medien:

  • Facebook – Ausgewähltes für den Vertrieb
  • Twitter – alle Nachrichten von VersicherungsJournal.at
  • Xing News – Ausgewähltes zu Karriere und Unternehmen
  • Youtube – Hintergründe zum Buchprogramm
Diese Artikel könnten Sie noch interessieren
1.6.2015 – Franz Vranitzky und Erhard Busek standen an der Spitze der Regierung, die Österreich in die EU führte. 20 Jahre später zogen sie im Rahmen der „Recommender Gala“ des FMVÖ eine Bilanz – und ließen es dabei nicht an Kritik fehlen. mehr ...
 
31.10.2018 – Im Vorfeld des Weltspartags haben sich Umfragen mit Einstellungen, Verhalten und Selbsteinschätzung der Österreicher rund um die Finanzen befasst. Nicht immer passen Wunsch und Wirklichkeit zusammen, und nicht immer ist es Risikoscheu, die vom Investieren abhält. (Bild: Wiener Börse) mehr ...
 
19.5.2017 – Das aktuelle GfK-Stimmungsbarometer zeigt in einem Langzeit-Vergleich, wie sich das Interesse an einzelnen Sparformen verschiebt. (Bild: GfK) mehr ...
 
14.7.2016 – Die Erwartungshaltung an Konjunktur und eigenes Einkommen sowie die „Konsumlaune“ hat GfK in einer Umfrage erhoben. Die Ergebnisse sind ambivalent. Inwieweit auch Vorsorge und Absicherung stärker „konsumiert“ werden, ist angesichts anderer Studien fraglich. (Bild: GfK) mehr ...
 
18.5.2015 – Zuletzt hat die Zahl der Zusammenschlüsse in der Versicherungsbranche wieder zugenommen. Eine neue „Sigma“-Analyse ortet entsprechende Entwicklungen sowohl bei Versicherern als auch Vermittlern. (Bild: Swiss Re) mehr ...
WERBUNG