VIG meldet Verbesserung bei zentralen Kennzahlen

29.11.2018 – In den ersten neun Monaten konnte die Vienna Insurance Group Prämien, Combined Ratio und Konzernergebnis steigern. In Österreich sanken die Prämien leicht, Ursache war der Rückgang bei Einmalerlägen in der Lebensversicherung. Im Gesamtjahr soll das Prämienvolumen auf 9,5 Milliarden Euro steigen, das Vorsteuerergebnis wird bei 450 bis 470 Millionen Euro erwartet.

Quartalsbericht der VIG zum Q3/2018 (Cover: VIG)
Bericht der VIG zu den ersten drei
Quartalen 2018 (Cover: VIG)

Die Vienna Insurance Group AG hat ihr Volumen der verrechneten Prämien in den ersten neun Monaten 2018 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017 insgesamt um 2,9 Prozent auf 7,36 Milliarden Euro gesteigert.

Dazu haben mit Ausnahme der Einmalerläge in der Lebensversicherung alle Sparten beigetragen. Die Einmalprämien reduzierten sich um 16,7 Prozent auf 679 Millionen Euro.

Nach Märkten hätten in erster Linie Tschechien, Ungarn und die baltischen Staaten zum Prämienwachstum beigetragen.

„Einzig“ in Rumänien verlaufe die Entwicklung des Kfz-Versicherungsgeschäfts „wenig erfreulich“, schreibt Generaldirektorin Elisabeth Stadler im Vorwort des am Mittwoch vorgestellten Zwischenberichts. Im dritten Quartal seien deshalb zusätzliche Vorsorgen gebildet worden.

Höherer Gewinn

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle ohne die Anteile der Rückversicherung erhöhten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode unterproportional. Sie stiegen um 0,5 Prozent auf 5.195,6 Millionen Euro.

Um 8,7 Prozent auf 795,9 Millionen Euro verbessert hat sich das Finanzergebnis. Dies sei vorwiegend auf Erträge aus dem Verkauf der Beteiligung an der S Immo AG und aus dem Immobilienbereich zurückzuführen, so die VIG.

Die Combined Ratio nach Rückversicherung verbesserte sich von 97,3 auf 96,3 Prozent. Zusammen mit dem höheren Finanzergebnis habe dies zum Anstieg des Konzernergebnisses geführt.

Österreich

Die österreichischen Konzerngesellschaften mussten in den ersten drei Quartalen leichte Prämienrückgänge (um 0,4 Prozent auf 2.996,4 Millionen Euro) hinnehmen.

Zurückzuführen sei dies auf die niedrigeren Einmalerläge in der Lebensversicherung. Um diese bereinigt, wäre es zu einem Prämienanstieg um 1,9 Prozent gekommen.

Eine positive Schadensentwicklung in der Feuer- und Elementarschädenversicherung und in den Kfz-Sparten habe zur Verbesserung der Combined Ratio von 97,0 Prozent im Vorjahreszeitraum auf nunmehr 94,9 Prozent geführt.

Das Ergebnis vor Steuern stieg dadurch von 105,7 auf 130,2 Millionen Euro.

Ausblick

Die 2017 im Konzern begonnenen Verschmelzungen der auf den Bankvertrieb spezialisierten Lebensversicherungen mit den lokalen Allspartenversicherungen in jenen zehn Ländern, in denen die VIG und die Erste Group gemeinsam tätig sind, soll bis Anfang 2019 umgesetzt sein.

Geplant ist, die Combined Ratio durch Effizienzsteigerungen und die Nutzung von Synergiepotenzialen nachhaltig auf 95 Prozent zu senken. In der Lebensversicherung werden das Geschäft mit laufenden Prämien und der Abdeckung biometrischer Risiken weiter fociert, so die VIG im Quartalsbericht.

Der Konzern liege sehr gut auf Kurs, seine Ziele im Prämienwachstum und Ergebnis vor Steuern im Gesamtjahr zu erreichen, erklärte Generaldirektorin Elisabeth Stadler. Erwartet werden Prämien in Höhe von 9,5 Milliarden Euro (2017: 9,386 Milliarden Euro) und ein Ergebnis vor Steuern zwischen 450 und 470 Millionen Euro (2017: 442,5 Millionen Euro).

Bis 2020 sollen die Prämien auf mehr als 10 Milliarden Euro und das Vorsteuerergebnis auf 500 bis 520 Millionen Euro steigen.

Ausgewählte Kennzahlen

Kennzahl

Q1–3/2018

Q1–3/2017

Verrechnete Prämien

– davon Österreich

7.357,5

2.996,4

7.152,6

3.009,6

Versicherungstechnisches Ergebnis

345,2

219,7

Combined Ratio

96,3 %

97,3 %

Kapitalanlagen

36.530,2

35.932,9

Finanzergebnis

795,9

732,1

Ergebnis vor Steuern

352,3

331,2

Eigenkapital

5.813,0

5.881,9

Periodenergebnis nach Steuern

275,5

266,2

Bilanzsumme

51.555,8

51.714,0

Zum Herunterladen

Der Bericht zum ersten bis dritten Quartal 2018 kann als PDF-Dokument (1,6 MB) von der VIG-Website heruntergeladen werden.

 
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