Vermögen und Schulden der Versicherer und Pensionskassen

30.11.2018 – Das Geldvermögen der Versicherungen ist im zweiten Quartal um 1,4 Prozent auf 118,7 Milliarden Euro gewachsen. Nach Abzug der Verbindlichkeiten ergab sich eine Steigerung des Nettogeldvermögens auf mehr als das Doppelte. Nahezu konstant geblieben ist das Geldvermögen der Pensionskassen. Aufgrund niedrigerer Verbindlichkeiten konnten auch sie ihr Nettogeldvermögen erhöhen.

Die jüngst veröffentlichten „Statistiken – Daten und Analysen Q4-18“ der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) enthalten Zahlen zu Geldvermögen und Schulden der Versicherungen und der Pensionskassen.

Insgesamt belief sich das Geldvermögen der Versicherungsunternehmen zu Ende des zweiten Quartals auf 118,7 Milliarden Euro, was gegenüber dem Ende des ersten Quartals eine Zunahme um 1,4 Prozent bedeutet.

Mit 54,0 Milliarden Euro wichtigstes Asset sind langfristige festverzinsliche Wertpapiere, gefolgt von Investmentzertifikaten, deren Volumen 34,9 Milliarden Euro beträgt.

Woher die Mittel stammen

Versicherungen hatten zu Ende des zweiten Quartals insgesamt Verbindlichkeiten in Höhe von 109,5 Milliarden Euro und damit etwas weniger als Ende März (112,6 Milliarden).

Der größte Teil davon waren Lebensversicherungsansprüche (77,0 Milliarden Euro), an zweiter Stelle standen Nicht-Lebensversicherungsansprüche (9,0 Milliarden Euro).

Das Nettogeldvermögen der Versicherungen (Geldvermögen abzüglich Verbindlichkeiten) belief sich zum Ende des ersten Halbjahres daher auf 9.150 Millionen Euro. Es hat sich innerhalb von drei Monaten mehr als verdoppelt (31.3.2018: 4.387 Millionen Euro).

Pensionskassen

Minimal gestiegen ist das Geldvermögen der Pensionskassen. Sie verfügten Ende Juni über ein Finanzvermögen von 23.183 Millionen Euro, um 17 Millionen Euro (0,07 Prozent) mehr als drei Monate davor.

Den weitaus größten Teil ihres Vermögens (21,5 Milliarden Euro oder 92,8 Prozent) haben die Pensionskassen in Investmentzertifikaten angelegt.

Die Verbindlichkeiten der Pensionskassen in Höhe von 20,9 Milliarden Euro bestehen fast zur Gänze aus kapitalgedeckten Pensionsansprüchen (20,7 Milliarden Euro). Beide Werte sind gegenüber dem Ende des ersten Quartals leicht gesunken.

Das Nettogeldvermögen der Pensionskassen betrug Ende Juni 2.259 Millionen Euro, was gegenüber Ende März einem Zuwachs von 194 Millionen Euro entspricht.

Weiterführende Informationen

Die „Statistiken – Daten und Analysen Q4-18“ können von der Website der OeNB heruntergeladen werden.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Lebensversicherung · Pensionskasse
 
Ihr Wissen und Ihre Meinung sind gefragt

Ihre Leserbriefe können für andere Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein. Bitte schreiben Sie Ihre Kommentare unter den Artikel in das dafür vorgesehene Eingabefeld.

Die Redaktion freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt ist. Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu! Schreiben Sie bitte an redaktion@versicherungsjournal.at.

Allgemeine Pressemitteilungen erbitten wir an meldungen@versicherungsjournal.at.

Täglich bestens informiert!

Der VersicherungsJournal Newsletter informiert Sie von montags - freitags über alle wichtigen Themen der Branche.

Ihre Vorteile

  • Alle Artikel stammen aus unserer unabhängigen Redaktion
  • Die neuesten Stellenangebote
  • Interessante Leserbriefe

Jetzt kostenlos anmelden!

VersicherungsJournal in Social Media

Besuchen Sie das VersicherungsJournal auch in den sozialen Medien:

  • Facebook – Ausgewähltes für den Vertrieb
  • Twitter – alle Nachrichten von VersicherungsJournal.at
  • Xing News – Ausgewähltes zu Karriere und Unternehmen
  • Youtube – Hintergründe zum Buchprogramm
Diese Artikel könnten Sie noch interessieren
9.11.2018 – Eine mögliche Verankerung der betrieblichen Altersvorsorge in Kollektivverträgen war ein Diskussionspunkt einer Expertenrunde bei der Fachtagung BAV. Nicht einig waren sich die Teilnehmer, wie wichtig zweite und dritte Säule der Altersvorsorge überhaupt sind. mehr ...
 
21.6.2018 – Die Oesterreichische Nationalbank hat ihren jüngsten Finanzmarktstabilitätsbericht vorgelegt. Darin finden sich auch Zahlen über die langfristige Entwicklung bei Lebensversicherungen und Pensionsansprüchen. (Bild: OeNB) mehr ...