WERBUNG

Uniqa: Steigerungen dank Axa-Integration

19.11.2021 – Die im Vorjahr übernommenen ehemaligen Axa-Gesellschaften in CEE bescheren der Uniqa ein zweistelliges Prämienwachstum. Eine positive versicherungstechnische Entwicklung und ein gutes Kapitalanlageergebnis lassen den Gewinn um rund 40 Prozent steigen. Für das Gesamtjahr erwartet die Uniqa weiterhin ein Vorsteuerergebnis zwischen 330 und 350 Millionen Euro.

CEO Andreas Brandstetter sieht die Uniqa auf Erfolgskurs (Bild: Uniqa)
CEO Andreas Brandstetter
sieht die Uniqa auf
Erfolgskurs (Bild: Uniqa).

Im ersten Umsetzungsjahr ihrer neuen Konzernstrategie habe die Uniqa Insurance Group AG bereits nach neun Monaten ein solides Fundament für ihre ambitionierten Wachstumspläne legen können, so CEO Andreas Brandstetter in einer Pressemitteilung zu den ersten drei Quartalen 2021.

Eine erfreuliche versicherungstechnische Entwicklung und positive Effekte aus der Integration der ehemaligen Axa-Gesellschaften in CEE hätten zum weiterhin guten Geschäftsverlauf beigetragen, das Volumen der verrechneten Prämien stieg um 18,0 Prozent auf 4.827,2 Millionen Euro.

Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres haben sich auch alle wichtigen Kennzahlen verbessert. Die Solvency-II-Quote konnte per Ende September gegenüber Ultimo 2020 von 170 auf 197 Prozent gesteigert werden.

Prämienanstieg dank ehemaliger Axa-Gesellschaften

Haupttreiber der Prämienentwicklung war die Erstkonsolidierung der Axa-Gesellschaften in Polen, Tschechien und der Slowakei; die verrechneten Prämien im internationalen Bereich stiegen um 61,3 Prozent auf 1.822,3 Millionen Euro.

Das organische Wachstum in Österreich lag bei rund zwei Prozent. Damit stieg der Anteil der internationalen Gesellschaften an den gesamten Konzernprämien von 27,6 Prozent in den ersten neun Monaten des Vorjahres auf nunmehr 37,8 Prozent.

In der Lebensversicherung wurden die verrechneten Konzernprämien (inklusive der Sparanteile der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung) um 24,3 Prozent auf 1.223,2 Millionen Euro gesteigert; besonders stark gestiegen sind die Einmalerläge (+54,1 Prozent auf 102,7 Millionen Euro).

In der Schaden- und Unfallversicherung verzeichnete die Uniqa ein Prämienplus von 20,7 Prozent auf 2.685,3 Millionen Euro. Leichte Zuwächse gab es auch in der Krankenversicherung (+4,1 Prozent auf 918,7 Millionen Euro).

Kostenquote verbessert

Die Versicherungsleistungen im Eigenbehalt stiegen zwar um 14,0 Prozent auf 3.085,4 Millionen Euro, der Anstieg war damit aber geringer als jener der abgegrenzten Prämien.

Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb erhöhten sich um 13,4 Prozent auf 1.186,7 Millionen Euro; zurückzuführen sei dies unter anderem auf höhere Aufwendungen für den Versicherungsabschluss und auf höhere Verwaltungskosten aufgrund der Erstkonsolidierung der ehemaligen Axa-Gesellschaften.

Die Gesamtkostenquote sank von 27,0 Prozent auf 26,4 Prozent. Trotz hoher Belastungen durch Unwetterschäden vor allem in den Sommermonaten in Österreich und Tschechien in Höhe von knapp 200 Millionen Euro konnte die Combined Ratio von 95,9 auf 94,2 Prozent verbessert werden.

Starker Ergebnisanstieg

Die verbesserte Profitabilität in der Schaden- und Unfallversicherung sei Hauptgrund für das deutlich höhere versicherungstechnische Ergebnis des Konzerns gewesen, das um 51,4 Prozent auf 189,2 Millionen Euro gesteigert werden konnte.

Das Kapitalanlageergebnis, das in den ersten neun Monaten des Vorjahres durch Wertberichtigungen belastet war, profitierte heuer von Gewinnen aus der Veräußerung von Aktien und festverzinslichen Wertpapieren; negativ wirkten sich allerdings Währungseffekte aus.

Zusammen führte dies zu einem Anstieg des Vorsteuerergebnisses um 39,7 Prozent auf 390,4 Millionen Euro sowie zu einem um 41,7 Prozent höheren Konzernergebnis (der den Aktionären der Uniqa zurechenbare Anteil am Periodenergebnis nach Steuern) von 235,8 Millionen.

Uniqa Österreich ebenfalls deutlich besser

Organisches Wachstum in Österreich habe zum Anstieg der verrechneten Prämien um 1,8 Prozent auf 2.991,3 Millionen Euro geführt, so die Uniqa.

Leichten Zuwächsen in der Schaden- und Unfallversicherung (+3,1 Prozent) sowie der Krankenversicherung (+1,9 Prozent) stand ein Rückgang von einem Prozent in der Lebensversicherung gegenüber.

Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich um 10,5 Prozent auf 110,8 Millionen Euro. Das operative Ergebnis stieg insbesondere dank eines starken Kapitalanlageergebnisses um 152,6 Prozent auf 302,5 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis legte um 175,2 Prozent auf 270,8 Millionen Euro zu.

Ausblick bestätigt

Im Gesamtjahr rechnet die Uniqa weiterhin mit einem Vorsteuerergebnis zwischen 330 und 350 Millionen Euro, nachdem zuletzt Mitte Juli der Ausblick angehoben worden war. Voraussetzung sei, dass es im Lauf des Jahres keine weiteren, außerordentlichen negativen Entwicklungen gebe.

Im Fokus bleiben weiterhin ein durchschnittliches jährliches Prämienwachstum von drei Prozent, eine weitere Senkung der Kostenquote, die nachhaltige Verbesserung der Combined Ratio auf 93 Prozent bis zum Jahr 2025 sowie eine Eigenkapitalverzinsung von mehr als neun Prozent, so Brandstetter.

Ausgewählte Kennzahlen

Kennzahl

Q1-3/2021

Q1-3/2020

Verrechnete Bruttoprämien*

Davon Österreich

Davon Uniqa International

4.827,2

2.991,3

1.822,3

4.091,2

2.938,0

1.129,9

Versicherungstechnisches Ergebnis

189,2

124,9

Combined Ratio nach Rückversicherung

94,2 %

95,9 %

Kapitalanlageergebnis

417,8

397,8

Operatives Ergebnis

390,4

262,0

Konzernergebnis

235,8

166,5

30.9.2021

31.12.2020

Kapitalanlagen

21.976,6

22.319,2

Eigenkapital

3.372,8

3.450,1

Bilanzsumme

31.813,0

31.908,0

Zum Herunterladen

Die Ergebnispräsentation zum 3. Quartal 2019 steht nur in englischer Sprache zur Verfügung. Sie kann als PDF-Dokument (1.106 KB) von der Uniqa-Website heruntergeladen werden.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Geschäftsbericht  · Lebensversicherung · Rückversicherung · Steuern · Unwetter
 
WERBUNG
Ihr Wissen und Ihre Meinung sind gefragt

Ihre Leserbriefe können für andere Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein. Bitte schreiben Sie Ihre Kommentare unter den Artikel in das dafür vorgesehene Eingabefeld.

Die Redaktion freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt ist. Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu! Schreiben Sie bitte an redaktion@versicherungsjournal.at.

Allgemeine Pressemitteilungen erbitten wir an meldungen@versicherungsjournal.at.

Täglich bestens informiert!

Der VersicherungsJournal Newsletter informiert Sie von montags - freitags über alle wichtigen Themen der Branche.

Ihre Vorteile

  • Alle Artikel stammen aus unserer unabhängigen Redaktion
  • Die neuesten Stellenangebote
  • Interessante Leserbriefe

Jetzt kostenlos anmelden!

VersicherungsJournal in Social Media

Besuchen Sie das VersicherungsJournal auch in den sozialen Medien:

  • Facebook – Ausgewähltes für den Vertrieb
  • Twitter – alle Nachrichten von VersicherungsJournal.at
  • Xing News – Ausgewähltes zu Karriere und Unternehmen
Diese Artikel könnten Sie noch interessieren
27.8.2020 – Die Covid-19-Pandemie habe alle Planungen deutlich geändert, schreibt VIG-Generaldirektorin Elisabeth Stadler im Vorwort zum Halbjahresbericht. Man habe diese Ausnahmesituation aber bislang gut gemeistert und könne zufrieden stellende Zahlen vermelden. (Bild: Ian Ehm) mehr ...
 
10.6.2020 – Die Wüstenrot Versicherung hat im Vorjahr trotz niedrigerer Prämieneinnahmen das Vorsteuerergebnis deutlich steigern können. Für heuer werden allerdings Corona-bedingt Rückgänge erwartet. mehr ...
 
21.11.2019 – Nach neun Monaten liegt das Ergebnis der Uniqa Group über den eigenen Erwartungen, für das Gesamtjahr zeigt sich der Versicherer weiterhin optimistisch. (Bild: Uniqa) mehr ...