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Rückversicherer mit Rekordergebnissen

4.3.2026 – Munich Re hat 2025 einen Gewinn von 6,1 Milliarden Euro erzielt und damit die eigenen Prognosen deutlich übertroffen. Zum Ergebnisanstieg haben sowohl die Rückversicherung als auch Ergo beigetragen. Auch Swiss Re hat ihre Finanzziele übererfüllt, der Gewinn stieg auf 4,8 Milliarden US-Dollar. Profitiert haben beide Rückversicherer davon, dass Naturkatastrophenschäden geringer als erwartet eintraten.

Die beiden Rückversicherer Swiss Re und Munich Re haben ihre Ergebnisse für das Jahr 2025 veröffentlicht. Swiss Re meldet einen Rekordgewinn von 4,8 Milliarden US-Dollar, Munich Re hat mit 6,1 Milliarden Euro ebenfalls das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt.

Munich Re das fünfte Mal in Folge über Prognose

Unternehmenszentrale der Munich Re in München Bild: Munich Re)
Unternehmenszentrale der Munich Re in München
(Bild: Munich Re)

Munich Re habe 2025 mit 6,1 Milliarden Euro nicht nur ein neues Rekordergebnis erzielt, sondern auch alle Versprechen aus dem 5-Jahres-Strategieprogramm „Ambition 2025“ erfüllt, so Vorstandsvorsitzender Christoph Jurecka in einer Medieninformation.

Während das Konzernergebnis das ursprüngliche Ergebnisziel von sechs Milliarden Euro und damit das fünfte Mal in Folge die jeweilige Prognose übertroffen habe, reduzierte sich der Versicherungsumsatz leicht von 60,8 auf 60,4 Milliarden Euro.

Wachstum sei in der Rückversicherung Leben/Gesundheit sowie bei Ergo erzielt worden, während in der Rückversicherung Schaden/Unfall Geschäft bewusst aufgegeben worden sei; belastend wirkten auch negative Währungseffekte, so Munich Re.

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Rückversicherung und Ergo

Das Geschäftsfeld Rückversicherung hat 2025 5.204 Millionen Euro zum Konzernergebnis beigetragen (2024: 4.880 Millionen). Der Versicherungsumsatz sank von 40,0 auf 38,7 Milliarden Euro, das versicherungstechnische Gesamtergebnis stieg von 6.688 auf 7.518 Millionen Euro.

In der Schaden/Unfall-Rückversicherung verbesserte sich die Schaden-Kosten-Quote von 77,3 auf 73,5 Prozent des Netto-Versicherungsumsatzes. Hauptgrund dafür war der Rückgang der Großschadenbelastung von 2.807 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 1.627 Millionen.

Von Menschen verursachte Großschäden reduzierten sich von 893 auf 740 Millionen Euro, von 1.915 Millionen Euro auf 887 Millionen mehr als halbiert haben sich Großschäden aus Naturkatastrophen. Größter Einzelschaden mit 0,8 Milliarden Euro waren die Waldbrände in Los Angeles.

Auch im Geschäftsfeld Ergo habe man mit 917 Millionen Euro das Gewinnziel „klar erreicht“ und damit das Ergebnis des Jahres davor von 810 Millionen „wesentlich übertroffen“, so Munich Re. Der Versicherungsumsatz stieg von 20,8 auf knapp 21,7 Milliarden Euro.

Weiteres Wachstum geplant

Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung soll die Dividende auf 24 Euro je Aktie angehoben werden (2024: 20 Euro).

Ziel sei es heuer, in der Rückversicherung in einem weiterhin attraktiven Marktumfeld die starke Marktposition zu nutzen; das Geschäftsfeld Ergo werde die starke Entwicklung der letzten Jahre fortsetzen.

Insgesamt strebt der Konzern 2026 einen Versicherungsumsatz von 64 Milliarden Euro an. Das Konzernergebnis wird bei 6,3 Milliarden erwartet, davon im Geschäftsfeld Rückversicherung 5,4 Milliarden und im Geschäftsfeld Ergo 0,9 Milliarden.

Mit dem neuen Strategieprogramm „Ambition 2030“ sollen das Geschäftsportfolio weiter diversifiziert, Angebote an Kunden ausgebaut und Munich Re „zur Rück-, Spezial- und Erstversicherungsgruppe im großen Maßstab“ weiterentwickelt werden, so Jurecka.

Swiss Re übertrifft Ziel deutlich

Konzernsitz der Swiss Re in Zürich (Bild Swiss Re)
Konzernsitz der Swiss Re in Zürich (Bild Swiss Re)

Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re hat im Vorjahr seine Finanzziele übertroffen und gleichzeitig seine Widerstandsfähigkeit erhöht, so der Konzern in einer Pressemitteilung.

Der Versicherungsumsatz reduzierte sich allerdings von 45,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf 43,1 Milliarden.

Die, wie es heißt, „umfassende Überprüfung der Portefeuilles mit unterdurchschnittlicher Performance“ bei L&H Re (Leben- und Kranken-Rückversicherung) sei 2025 abgeschlossen worden, sodass nun alle drei Geschäftseinheiten positioniert seien, um konstant gute Ergebnisse erzielen.

Der Gewinn betrug 4,8 Milliarden US-Dollar; Ziel waren 4,4 Milliarden gewesen, nach 3,2 Milliarden im Jahr davor. Der Anstieg sei in erster Linie auf robuste Underwriting-Gewinne in den Sach- und Haftpflichtsparten zurückzuführen, belastend wirkte aber die Portefeuilleüberprüfung bei L&H.

Die Entscheidung, sich vom Digitalversicherer Iptiq zu trennen, sei 2025 zu einem großen Teil umgesetzt worden. Für den Verkauf von Iptiq Americas sei eine Vereinbarung getroffen worden, alle anderen Einheiten seien bereits verkauft worden.

Gewinne in allen Sparten

P&C Re (Schaden/Unfall) konnte den Gewinn von 1,2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf 2,8 Milliarden mehr als verdoppeln. Verantwortlich dafür seien geringer als erwartete Großschäden aus Naturkatastrophen, eine robuste Performance und ein solides Anlageergebnis gewesen.

Auch im Bereich Corporate Solutions stieg der Gewinn leicht: von 829 Millionen US-Dollar auf 988 Millionen. Positiv ausgewirkt hätten sich auch hier die solide Underwriting-Performance, ein robustes Anlageergebnis und niedrigere Großschäden infolge von Naturkatastrophen.

Stark verbessert haben sich die Schaden-Kosten-Sätze: im Bereich P&C Re von 89,9 Prozent im Jahr davor auf 79,4 Prozent, bei Corporate Solutions von 89,7 auf 86,5 Prozent.

Rückläufig entwickelte sich der Gewinn allerdings bei L&H Re: er sank von 1,5 Milliarden Euro auf 1,3 Milliarden. Im Neugeschäft seien solide Margen erzielt worden, der Rückgang sei auf die Portefeuilleüberprüfung zurückzuführen, weshalb das Gewinnziel verfehlt wurde.

Ausblick positiv

Der Generalversammlung am 10. April wird eine Dividende von 8,00 US-Dollar je Aktie vorgeschlagen, was einem Anstieg um neun Prozent entspricht. Darüber hinaus ist geplant, eigene Aktien im Wert von bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar zurückzukaufen und einzuziehen.

2026 will der Konzern einen Gewinn von 4,5 Milliarden US-Dollar erzielen. Der Schaden-Kosten-Satz soll bei P&C Re unter 85 Prozent, bei Corporate Solutions unter 91 Prozent liegen. Ziel für L&H Re sei aufgrund des gestärkten Portfolios ein Gewinn von 1,7 Milliarden US-Dollar.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Gesundheitsreform · Rückversicherung · Strategie · Unwetter · Verkauf
 
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