Post und Grawe-Gruppe wollen kooperieren

10.4.2019 – Die Post will landesweit ein neues Finanzdienstleistungsangebot „mit dem Bank- und Versicherungs-Know-how der Grawe-Gruppe“ aufbauen und meldet die Einigung auf eine entsprechende Vereinbarung, derweil noch unter Vorbehalt behördlicher Genehmigung. Geplanter Start für das Angebot: 2020.

„Die Österreichische Post und die Grawe Bankengruppe haben vereinbart, eine Partnerschaft zum Aufbau eines fokussierten Finanzdienstleistungsgeschäftes in Österreich einzugehen.“ Dies teilt die Österreichische Post AG in einer Aussendung mit.

Vorgesehen sei, dass die Post im Zuge einer Kapitalerhöhung 80 Prozent an der zur Grawe-Bankengruppe gehörenden Brüll Kallmus Bank AG und damit die unternehmerische Führung erwirbt. Die Post beabsichtigt, im Zuge der Kapitalerhöhung zirka 56 Millionen Euro einzubringen.

Um die Vereinbarung umzusetzen, bedarf es noch der behördlichen Genehmigung. Ein Eigentümerkontrollverfahren bei der Europäischen Zentralbank (EZB) sei über die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) am Dienstag eingeleitet worden.

Österreichweites Angebot „fokussiert und risikoavers“

Die Post will mit diesem Schritt die rechtliche Basis für ein „eigenständiges und flächendeckendes Finanzdienstleistungsangebot“ schaffen.

Das Geschäftsmodell werde „fokussiert und risikoavers gestaltet“ und Dienstleistungen rund um Konto und Zahlungsverkehr enthalten. Finanzdienstleistungen weiterer Partner sollen noch hinzukommen.

Das „genaue Leistungsangebot sowie den Marktauftritt“ werde man „zu gegebener Zeit“ publik machen.

Start 2020 geplant

Die Partnerschaft vereine „die Vertriebsstärke der Österreichischen Post über ihr landesweites Netz mit dem Bank- und Versicherungs-Know-how der Grawe Gruppe“, wie es in der Aussendung heißt. Starten soll das neue Angebot im Lauf des Jahres 2020.

Ziel sei es, „sowohl online als auch physisch präsent zu sein“, wobei die Post auf ihr Netz mit „1.800 Geschäftsstellen an eigenbetriebenen Filialen und Post-Partnern“ verweist.

Die Post erwartet sich im Zuge des Aufbaus des neuen Angebotes „Anlaufkosten in den ersten drei Jahren und positive Ergebnisbeiträge danach“.

Nachfolge für Bawag P.S.K.

Mit der Vereinbarung hätte die Post nun einen neuen Bankpartner gefunden, nachdem vor rund eineinhalb Jahren die Beendigung der Kooperation mit der Bawag P.S.K. eingeläutet worden war.

Nach Abschluss der Entflechtung von der Post – bislang auch Vertriebsnetz für die Bawag P.S.K. Versicherung AG – will die Bawag P.S.K. bis Ende 2019 ein Filialnetz „mit bis zu 100 Filialen“ umgesetzt haben.

Wie dem im Februar veröffentlichten Geschäftsbericht der Bawag P.S.K. weiter zu entnehmen ist, habe man bis Ende 2018 bereits 85 Prozent der Filialumstellungen abschließen können, „wobei es „uns gelungen ist, rund 95 % unserer Kunden zu halten“.

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