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Generali plant Übernahme

15.5.2020 – Die heimische Generali will von den übrigen Aktionären deren restliche rund 60 Prozent an der SK Versicherung übernehmen. Weil die regulatorischen Vorgaben für kleine Versicherer einen enormen Aufwand darstellen, sei die Übernahme durch nur mehr einen Eigentümer die langfristig beste Lösung, begründet die Generali die geplante Transaktion.

Am 7. Mai hat die Generali Versicherung AG bei den Aufsichtsbehörden sowie bei der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) den geplanten Erwerb von 60,3 Prozent und damit der alleinigen Kontrolle über die SK Versicherung AG angemeldet.

Mit dem Erwerb von den übrigen bisherigen Aktionären, der allerdings noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Behörden steht, würde die Generali zum 100-Prozent-Eigentümer der SK.

Regulatorischer Aufwand

Die zunehmenden regulatorischen Vorgaben für den Betrieb eines kleinen Versicherungsunternehmens stellten einen enormen betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Aufwand, so die Generali in einer Stellungnahme zum VersicherungsJournal.

Die bisherigen Aktionäre der SK Versicherung seien deshalb zum Entschluss gekommen, dass die Übernahme und Unterstützung durch nur mehr einen Eigentümer langfristig die beste Lösung sei.

Weitere Angaben, insbesondere zum Kaufpreis und zum Zeitplan, wollte die Generali „im Moment“ nicht machen.

Aktionäre der SK Versicherung Ende 2019 (Grafik: VersicherungsJournal)

Kfz-Versicherer mit Schwerpunkt Haftpflicht

Die 1989 gegründete SK Versicherung ist laut Eigendefinition ein „österreichischer Kraftfahrzeugversicherer mit Schwerpunkt auf der Sparte Kfz-Haftpflicht“. Daneben besitzt sie auch die Konzession für Kfz-Kasko und Kfz-Insassenunfallversicherung.

Zielgruppe sind laut Geschäftsbericht „preissensitive Privatkunden im Breitengeschäft“, der Vertrieb erfolgt vorwiegend über den ÖAMTC als Versicherungsagenten.

2,44 Millionen Euro Prämienvolumen 2018

Im Vorjahr hat die SK Versicherung Prämien im Eigenbehalt in Höhe von 2,44 Millionen Euro eingenommen und damit einen Rückgang gegenüber 2018 von rund 0,8 Prozent verzeichnet. Gründe dafür seien niedrige Verbraucherpreisindex-Anpassungen und Vorrückungen im Bonus/Malus-System gewesen.

Gleichzeitig sind 2019 die Aufwendungen für Versicherungsfälle im Eigenbehalt stark gestiegen – von 1,87 Millionen Euro im Jahr 2018 auf 2,72 Millionen. Vor allem deshalb drehte das versicherungstechnische Ergebnis von rund 822.000 auf minus 612.000 Euro.

0,38 Prozent Marktanteil in der Kfz-Sparte

2019 hatte die SK Versicherung laut VVO-Jahresbericht einen Anteil von 0,08 Prozent (2018: 0,08) am gesamten Versicherungsmarkt und 0,38 Prozent (2018: 0,40) in der Kfz-Versicherung.

Die Generali kam 2019 im gesamten Versicherungsmarkt auf 13,54 Prozent Marktanteil, in der Kfz-Versicherung auf 17,18 Prozent. Zusammen lagen die beiden Unternehmen in der Sparte Kfz damit bei knapp 17,6 Prozent.

 
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