Allianz plant Neuordnung der Vermögensverwaltung

11.9.2019 – Allianz Investmentbank AG und Allianz Invest Kapitalanlagegesellschaft mbH sollen fusioniert werden, Man wolle sich auf die Kernkompetenzen konzentrieren und Synergien heben. Der Fokus soll auf der Vermögensverwaltung liegen.

Die Allianz Investmentbank AG, eine 100-prozentige Tochter der Allianz Elementar Versicherungs-AG, konzentriert sich bislang auf das Depot- und Einlagengeschäft sowie auf den Vertrieb von Investmentfonds.

Die Allianz Invest Kapitalanlagegesellschaft mbH ist eine 100-Prozent-Tochter der Allianz Investmentbank und verwaltet nach Angaben der Gruppe 134 Investmentfonds mit einem Gesamtvolumen von mehr als zwölf Milliarden Euro.

Fusion in Vorbereitung

Wie die Allianz-Gruppe Österreich am Dienstag nun mitteilte, will sie ihre Aktivitäten im Bereich der Vermögensverwaltung bündeln: Allianz Investmentbank und Allianz Invest Kapitalanlagegesellschaft sollen fusioniert werden.

Der künftige Name der Gesellschaft und der Zeitpunkt der Fusion stehen derzeit noch nicht fest, angepeilt werde der Zeitraum bis etwa Ende 2020, so die Allianz zum VersicherungsJournal.

„Konzentration auf Kernkompetenzen“, „Synergien heben“

Ziel der Zusammenführung sei eine „strategische Neuausrichtung, die eine Konzentration auf die Kernkompetenzen im Asset Management im Fokus hat“, erklärte die Allianz in einer Aussendung.

Die Fusion sei „angesichts des erheblichen Aufwandes und der hohen Investitionen“, die für die Modernisierung der IT-Infrastruktur, der Digitalisierung sowie der Umsetzung der regulatorischen Anforderungen notwendig wären, „eine sinnvolle Lösung, um Synergien zu heben“.

Fokus auf Vermögensverwaltung

Im Zuge der Neustrukturierung werde sich die Allianz-Gruppe Österreich im Bereich des Asset-Managements künftig auf die Vermögensverwaltung fokussieren, „die eine wesentliche Kernkompetenz ist und bleibt“. Für das Depotbankgeschäft werde ein strategischer Partner gesucht.

„Für unsere Kundinnen und Kunden ändert sich im ersten Schritt nichts. Sobald ein neuer Partner an Bord ist, werden wir sie umgehend über die Änderungen informieren“, sagt Martin Bruckner, Sprecher des Vorstandes der Allianz Investmentbank.

Rund 30 Arbeitsplätze weniger

Nicht ohne Konsequenzen bleibt die Zusammenlegung für das Personal: „Leider werden in dem Zusammenhang auch rund 30 Arbeitsplätze bis voraussichtlich Ende 2020 wegfallen“, gab die Allianz bekannt.

Für die Mitarbeiter, deren Arbeitsplätze nicht erhalten werden können, würden „einvernehmliche Lösungen gesucht und ein umfassender Sozialplan erarbeitet“.

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Digitalisierung · Investmentfonds · Mitarbeiter
 
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