17.3.2026 – In den ersten zwei Jahrzehnten des Lebens wohnen die allermeisten Menschen nicht ganz überraschend im elterlichen Haushalt. Ab etwa Mitte 20 sind zirka drei Viertel ausgezogen. In der Altersgruppe ab 45 Jahren leben 1,5 Prozent bei den Eltern, vor 20 Jahren waren es 1,1 Prozent. Alleine lebten letztes Jahr 1,63 Millionen Menschen, mehrheitlich älter 55 Jahre.

26 Prozent der Bevölkerung in österreichischen Privathaushalten lebten 2025 als Kinder mit einem oder beiden Elternteilen in einem Haushalt. Die meisten Menschen verlassen mit Mitte 20 den elterlichen Haushalt.
Dies geht aus Berechnungen zur „Lebensform“, also zur Art des häuslichen bzw. familiären Zusammenlebens der Wohnbevölkerung, hervor, die die Statistik Austria am Montag veröffentlicht hat.
„Kinder“ im Sinne der Statistik sind alle – unabhängig vom Alter – mit ihren beiden Eltern oder einem Elternteil im selben Haushalt lebenden leiblichen, Stief- und Adoptivkinder, die ohne eigene Partner im Haushalt leben und selbst keine Kinder haben.
Basis ist die Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung hervor, die die Statistik Austria am Montag veröffentlicht hat. Für den Mikrozensus werden wöchentlich etwa 1.500 Privathaushalte befragt.
Von den Kindern bis 14 Jahren lebten mehr als 99,8 Prozent mit einem oder beiden Elternteilen im Haushalt, bei den 15- bis 19-Jährigen 96,5 Prozent.
In den zehn Lebensjahren danach ziehen die meisten von zu Hause aus, bei den Frauen sinkt der Anteil schneller als bei den Männern. So lebten 2025 insgesamt 62,5 Prozent der 20- bis 24-Jährigen bei ihren Eltern – von den Männern 67,0 Prozent, von den Frauen nur 57,8 Prozent.
Zum Vergleich: Vor 20 Jahren (2025) lebten 61,9 Prozent der 20- bis 24-Jährigen im Elternhaus. Der Anteil bei den im Elternhaus lebenden Männern war damals größer als heute (71,6 Prozent), jener der Frauen kleiner (52,1 Prozent).
In der zweiten Hälfte ihrer 20er sind die meisten ausgezogen: Nur 23,7 Prozent der 25- bis 29-Jährigen lebten 2025 noch bei ihren Eltern. Das sind um drei Punkte weniger als 2005 (26,7 Prozent).
Zurückzuführen ist das auf die Männer, wo der Anteil von 35,9 Prozent 2005 auf 29,8 Prozent 2025 zurückging; bei den Frauen blieb er Anteil mit 17,4 Prozent stabil.
Ab dem 30. Lebensjahr leben nur noch zehn Prozent – und mit steigendem Alter immer weniger – im Elternhaus. „Die Anteile in diesen Altersgruppen haben sich in den vergangenen 20 Jahren nur wenig verändert“, berichtet die Statistik Austria.
Generell seien in der Altersgruppe 30 bis 44 die Anteile von Männern, die bei Eltern leben, in den letzten 20 Jahren gesunken, jene der Frauen dagegen angestiegen.
In der Altersgruppe „45 plus“ ist die Anzahl der im Elternhaus lebenden Männer und Frauen deutlich höher als früher: Zuletzt betrug sie 66.900 (45.100 Männer, 21 800 Frauen), gegenüber 37.300 (25.900 Männer, 11.400 Frauen) 2005.
„Damit lebten 2005 1,1 Prozent aller über 44-Jährigen in Privathaushalten im Elternhaus, bis 2025 erhöhte sich der Anteil auf 1,5 Prozent“, teilt die Statistik Austria mit. Bei Männern stieg der Anteil deutlicher als bei Frauen, wenngleich sich die Zahl bei Frauen nahezu verdoppelte.
Insgesamt lebten in Österreichs Haushalten 2025 im Jahresschnitt 2.512.200 Familien, also Paare mit oder ohne Kinder bzw. Elternteile mit Kindern. Paarfamilien mit Kindern gab es 1.108.500, Ein-Eltern-Familien 289.800.
| Form | 2005 | 2015 | 2025 |
|---|---|---|---|
| Quelle: Statistik Austria | |||
| Ehepaare ohne Kinder | 721.800 | 782.400 | 848.000 |
| Ehepaare mit Kindern | 970.700 | 931.000 | 928.900 |
| Lebensgemeinschaften ohne Kinder | 159.700 | 216.100 | 265.900 |
| Lebensgemeinschaften mit Kindern | 133.100 | 163.400 | 179.600 |
| Mütter in Ein-Eltern-Familien | 259.200 | 251.100 | 239.600 |
| Väter in Ein-Eltern-Familien | 46.300 | 45.100 | 50.300 |
| Familien insgesamt | 2.290.800 | 2.389.100 | 2.512.200 |
Allein lebten 1.633.800 Personen. Davon war die Mehrheit 55 Jahre alt oder älter (936.600), 385.100 gehörten der Altersgruppe 35 bis 54 an, die restlichen 312.100 waren jünger. Im Vergleich zu 2001 (1.119.910 Personen) ist die Anzahl der Alleinlebenden um fast die Hälfte gewachsen.
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