So entwickelt sich die Anzahl der Versicherungsmakler

8.2.2024 – Ende 2023 hatten die neun Wirtschaftskammer-Fachgruppen zusammen 3.970 aktive Mitglieder. Das sind um 0,9 Prozent weniger als Ende 2022 und erstmals seit 2014 wieder weniger als 4.000. Außer in Vorarlberg ist die Anzahl der Aktiven in allen Bundesländern gesunken oder gleichgeblieben. Ruhende Mitgliedschaften gab es ebenfalls weniger: 1.293 nach 1.338 vor einem Jahr.

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Ende 2023 zählten die neun Fachgruppen der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten laut Statistik der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) insgesamt 5.263 Mitgliedschaften.

Gegenüber 2022 ist das ein Rückgang um 1,50 Prozent, es ist der sechste in Folge. Der um 80 Mitgliedschaften gesunkene Mitgliederstand ergibt sich als Saldo aus 583 Zu- und 663 Abgängen (2022: 530 Zu- und 635 Abgänge; 2021: 511 Zu- und 573 Abgänge).

Demzufolge gab es in den letzten Jahren eine Zunahme bei den Zugängen, aber eine noch stärkere Zunahme bei den Abgängen.

Hinweis zur Zählweise: Die Anzahl der Kammermitglieder ist nicht direkt mit der Zahl der Unternehmen gleichzusetzen, weil ein Unternehmen gleichzeitig in mehreren Bundesländern Mitglied sein kann.

3.970 aktive und 1.293 ruhend gestellte Mitgliedschaften

Von den insgesamt 5.263 Mitgliedern waren 3.970 Mitglieder (–0,87 Prozent) aktiv. Damit ist die Anzahl der Aktiven neuerlich leicht gesunken – und erstmals seit langem wieder unter die Marke von 4.000; zuletzt lag sie 2014 darunter.

Aktive Fachgruppenmitglieder seit 2009, per Jahresende, bundesweit (Daten: WKÖ; Grafik: Lampert)

Ruhend gestellt waren Ende des letzten Jahres 1.293 Mitgliedschaften. Das ist im Jahresvergleich eine Verringerung um 3,36 Prozent (2022: –6,04 Prozent).

Fachgruppenmitgliedschaften seit 2010, summiert für Österreich

Jahr

aktiv

ruhend

gesamt

Jahr

aktiv

ruhend

gesamt

2010

3.737

2.096

5.833

2017

4.197

1.594

5.791

2011

3.863

2.035

5.898

2018

4.077

1.517

5.594

2012

3.963

1.964

5.927

2019

4.024

1.502

5.526

2013

3.946

1.888

5.834

2020

4.006

1.504

5.510

2014

3.992

1.796

5.788

2021

4.024

1.424

5.448

2015

4.060

1.729

5.789

2022

4.005

1.338

5.343

2016

4.137

1.642

5.779

2023

3.970

1.293

5.263

In sechs Bundesländern weniger Aktive

In sechs Bundesländer gab es einen Rückgang an aktiven Mitgliedern. Kärnten und die Steiermark haben ihre Mitgliederzahlen vom Vorjahr gehalten. Als einziges Bundesland verzeichnete Vorarlberg einen – kleinen – Zuwachs, von 133 auf 134 Mitglieder.

Mitgliederstärkste Fachgruppe ist Niederösterreich mit 876 Aktiven, gefolgt von Wien (729), Oberösterreich (686) und der Steiermark (630).

Die Anzahl der ruhenden Mitgliedschaften ging ebenfalls in sechs Fachgruppen zurück, am relativ stärksten in Salzburg mit –11,7 Prozent.

Aktive und ruhende Mitgliedschaften in den Fachgruppen 2021 bis 2023

Land

aktiv

ruhend

2021

2022

2023

+/– %

2021

2022

2023

+/– %

Bgld.

142

145

142

–2,07

76

72

74

+2,78

Ktn.

256

265

265

0

53

48

47

–2,08

900

877

876

–0,11

344

330

317

–3,94

688

697

686

–1,58

184

164

169

+3,05

Sbg.

233

231

230

–0,43

83

77

68

–11,69

St.

630

630

630

0

168

166

160

–3,61

Tirol

278

284

278

–2,11

114

103

98

–4,85

Vlbg.

140

133

134

+0,75

108

104

104

0

Wien

757

743

729

–1,88

294

274

256

–6,57

Österr.

4.024

4.005

3.970

–0,87

1.424

1.338

1.293

–3,36

Kärnten hat weiterhin höchsten Aktiven-Anteil

Stellt man die Anzahl der Aktiven der jeweiligen Gesamtzahl der Fachgruppenmitgliedschaften gegenüber, so liegt auch 2023 wieder Kärnten vorne: Mit 84,94 Prozent ist der Anteil der Aktiven Mitgliedschaften außerdem wieder leicht gewachsen (2022: 84,66). Oberösterreich (80,23) und die Steiermark und folgen mit 79,75 Prozent.

Am deutlich niedrigsten bleibt der Aktiven-Anteil in Vorarlberg (56,30 Prozent). Im Österreich-Schnitt sind drei von vier Mitgliedern aktiv.

Anteil der aktiven an allen Fachgruppenmitgliedschaften (Jahresende)

Bundes-
land

Anteil

Bundes-
land

Anteil

2022

2023

2022

2023

Burgenland

66,82

65,74

Steiermark

79,15

79,75

Kärnten

84,66

84,94

Tirol

73,39

73,94

Niederöst.

72,66

73,43

Vorarlberg

56,12

56,30

Oberöst.

80,95

80,23

Wien

73,06

74,01

Salzburg

75,00

77,18

Österreich

74,96

75,43

Fortsetzung folgt

In der morgigen Ausgabe des VersicherungsJournals berichten wir über die Entwicklung in den Fachgruppen der Versicherungsagenten.

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