5.3.2026 – Angriffe mit Schadsoftware, die mittels Daten-Verschlüsselung auf die Zahlung von Lösegeld abzielt, sind nicht nur besonders folgenschwer, sie haben zuletzt auch mehr Zeit für die Bewältigung in Anspruch genommen, berichtet Stoïk.

Knapp 1 Prozent der Unternehmen in Österreich und Deutschland ist Ziel von Ransomware-Attacken geworden, meldet der Cyberversicherungsvermittler Stoïk auf Basis eigener CERT-Daten.
„CERT“ steht hier für „Computer Emergency Response Team“, das Incident-Response-Team, das Vorfälle annimmt, forensisch analysiert, eindämmt und den Wiederanlauf begleitet.
Bei Ransomware-Attacken wird Schadsoftware eingeschleust, die Daten auf dem Zielsystem verschlüsselt bzw. den Zugriff darauf verhindert – verknüpft mit einer Forderung nach Lösegeld.
Ransomware sei „besonders folgenschwer, weil die Angriffe regelmäßig in Betriebsunterbrechungen sowie Forensik- und Wiederherstellungskosten münden“, betont das Unternehmen.
Wie Stoïk weiter berichtet, „werden die Fälle operativ spürbar aufwendiger“: Der durchschnittliche Incident-Response-Aufwand pro Ransomware-Vorfall sei von 30 Manntagen 2024 auf 48 im Jahr 2025 gestiegen.
Diese Zunahme deute auf „tiefere Kompromittierungen und komplexere Wiederanläufe“ hin, etwa wenn Kernsysteme, Identitäten oder Backup-Umgebungen betroffen sind und Datendiebstahl sowie Erpressung die Krisenkommunikation zusätzlich eskalieren, erklärt Stoïk.
Die operative Mechanik dahinter sei bekannt: Je länger Angreifer unentdeckt bleiben, desto wahrscheinlicher werde die Eskalation in Richtung Datenabfluss und Verschlüsselung.
„Für 2025 wurde bei Ransomware eine durchschnittliche Verweildauer von 22 Tagen (Median: 6,5 Tage) gemessen. In den durch Incident Response begleiteten Fällen lag die durchschnittliche Untersuchungsdauer bei 10,3 Tagen, die durchschnittliche Wiederaufbaudauer bei 18 Tagen“, so Stoïk.
Ihre Leserbriefe können für andere Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein. Bitte schreiben Sie Ihre Kommentare unter den Artikel in das dafür vorgesehene Eingabefeld.
Die Redaktion freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt ist. Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu! Schreiben Sie bitte an redaktion@versicherungsjournal.at.
Allgemeine Pressemitteilungen erbitten wir an meldungen@versicherungsjournal.at.
Der VersicherungsJournal Newsletter informiert Sie von montags - freitags über alle wichtigen Themen der Branche.
Ihre Vorteile



