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Prämienprognose: 2022 erstmals über 7 Billionen Dollar

19.11.2021 – Eine „neue Rekordhöhe“ prognostiziert das Swiss Re Institute, die das globale Prämienvolumen bis Mitte 2022 erreichen dürfte. Das Wachstum des Prämienvolumens schätzt das SRI für nächstes Jahr auf 3,3 und für 2023 auf 3,1 Prozent.

Nach Prognosen des Swiss Re Institute (SRI) wird das globale Prämienvolumen 2021 voraussichtlich real um 3,4 Prozent steigen, 2022 um 3,3 und 2023 um 3,1.

Bis Mitte 2022 dürfte es laut der neuen „Sigma“-Studie des SRI eine „neue Rekordhöhe von mehr als 7 Billionen US-Dollar“ erreichen, nach aktuellem Kurs also mehr als 6,19 Milliarden Euro.

„Dies wäre früher, als von Swiss Re im Juli geschätzt, und spiegelt das wachsende Risikobewusstsein, die zunehmende Nachfrage nach Risikoschutz und die steigenden Prämiensätze in den gewerblichen Sparten der Nichtlebensversicherung wider“, heißt es aus dem SRI.

Prämienprognose nach Regionen (Quelle: SRI)
Zum Vergrößern Tabelle anklicken (Quelle: SRI).

„Kräftige zyklische Erholung vom Covid-19-Schock“

Die Aussichten für die Versicherungswirtschaft würden zudem durch eine „kräftige zyklische Erholung vom Covid-19-Schock“ gestützt.

Das Wirtschaftswachstum dürfte jedoch in den nächsten zwei Jahren durch die fortschreitende Energiepreiskrise, anhaltende angebotsseitige Probleme und Inflationsrisiken gebremst werden, fügt das Institut hinzu.

Die Analyse prognostiziert für 2021 ein globales BIP-Wachstum von 5,6 Prozent, für 2022 lautet die Vorhersage auf 4,1 und für 2023 auf 3,0 Prozent.

Nichtlebensversicherung

Den SRI-Schätzungen zufolge werden die Nichtleben-Prämien 2021 global um 3,3 Prozent wachsen, 2022 um 3,7 und 2023 um 3,3.

„In der Sach-Katastrophenversicherung sollen die Prämiensätze 2022 nach einem Jahr mit überdurchschnittlich hohen Schäden steigen“, so das SRI.

„Auch in der Haftpflichtversicherung dürften die Prämiensätze im nächsten Jahr aufgrund der anhaltenden sozialen Inflation anziehen, während das Individualkundengeschäft in den USA und Europa von frühen Anzeichen eines Preisanstiegs in der Motorfahrzeugversicherung profitieren dürfte.“

Für die Krankenversicherung wird mit einem Anstieg des Prämienvolumens gerechnet, der vom Wachstum der US-Wirtschaft und stabiler Nachfrage in den Industrieländern getragen wird.

Lebensversicherung

Die neue Sigma-Analyse (Cover; Quelle: SRI)
Zum Vergrößern Bild klicken.

Für die Lebensversicherung erwartet das SRI für 2021 global ein Plus von 3,5 Prozent, 2022 soll es bei 2,9 und 2023 bei 2,7 Prozent liegen.

Bei Produkten zur Risikoabsicherung sei mit starker Nachfrage zu rechnen, „die durch höheres Risikobewusstsein, eine Erholung des Kollektivgeschäfts und verstärkte digitale Interaktion unterstützt wird“.

Das Spargeschäft dürfte nach SRI-Einschätzung in den nächsten zwei Jahren „moderat wachsen, bedingt durch eine leichte Verbesserung der Renditen von Staatsanleihen und eine Erholung der Beschäftigung und der Haushaltseinkommen“.

Pandemie

Die Lebensversicherungswirtschaft sei „nach wie vor durch die Pandemie belastet“, wobei sich bei der Übersterblichkeit kein einheitlicher Trend zeige.

Stark betroffen ist laut SRI Lateinamerika, wo „die Lebensversicherer mit pandemiebedingten Leistungsansprüchen in beispielloser Höhe konfrontiert“ seien.

In Mexiko sei die Pandemie mit versicherten Schäden in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar – umgerechnet 2,21 Milliarden Euro – über 18 Monate per September 2021 für die lokale Versicherungswirtschaft das bisher teuerste Ereignis überhaupt, teurer als der Hurrikan Wilma 2005 mit 2,4 Milliarden Dollar.

Zum Herunterladen

Die „Sigma“-Analyse „Turbulence after lift-off: global economic and insurance market outlook 2022/23“ kann von einer Webseite des SRI als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

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Haftpflichtversicherung · Lebensversicherung
 
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