Große Mehrheit hält Unterricht über Finanzen für unzureichend

25.6.2026 – Vermögensaufbau, Altersvorsorge, Budgetplanung – Themen wie diese kommen in den Augen sehr vieler Österreicher in der Schule zu kurz, besagen neue Umfragedaten. (Bild: Jakub Zerdzicki/Unsplash)

Banknoten, Rechner (Bild: Jakub Zerdzicki/Unsplash)
Bild: Jakub Zerdzicki/Unsplash

91 Prozent der Österreicher gehen davon aus, dass Jugendliche die Schule verlassen, ohne ausreichend auf finanzielle Entscheidungen vorbereitet zu sein.

Das ist ein Ergebnis einer Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Marketagent von 25. März bis 1. April 2026 im Auftrag von Mastercard österreichweit unter 1.000 Personen im Alter von 14 bis 75 Jahren durchgeführt hat.

Aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten geht gleichzeitig hervor: 83 Prozent halten Finanzbildung für ebenso grundlegend wie Lesen, Schreiben und Rechnen.

Quelle des Finanzwissens: vor allem die Familie, kaum die Schule

Und wo wird Finanzwissen primär erworben? Eine hervorgehobene Rolle spielt laut Umfrage die Familie (57 Prozent). Demgegenüber gaben nur 5 Prozent an, ihr Wissen in erster Linie aus dem Unterricht mitgenommen zu haben.

„Besonders alarmierend“ findet man bei Mastercard, dass 21 Prozent angaben, als Kind oder Jugendliche so gut wie keine Berührungspunkte mit dem Thema gehabt zu haben. In der Generation der Babyboomer betrage dieser Anteil sogar 25 Prozent.

Große Mehrheit für Anlage und Vorsorge als fixe Unterrichtsthemen

Als Folge dessen sind laut Mastercard 86 Prozent der Befragten dafür, dass Finanzbildung fixer Bestandteil des Lehrplans ist.

81 Prozent sprechen sich für mehr Unterricht zu Themen wie Budgetplanung und dem verantwortungsvollen Umgang mit Geld aus, 44 Prozent für mehr Inhalte zur Altersvorsorge.

30 Prozent der Befragten möchten, dass auch Investieren und Vermögensaufbau im Unterricht behandelt werden; in der „Gen Z“ – das sind die zwischen Mitte der 1990er und etwa 2010 Geborenen – sind es noch mehr, nämlich 44 Prozent.

Fast alle sehen einen frühen Einstieg geboten: 89 Prozent sind der Meinung, dass ein bewusster Umgang mit Geld bereits in der Volksschule vermittelt werden sollte.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Altersvorsorge · Marktforschung
 
Die Alternative zum Premium-Abonnement

Möchten Sie Artikel ohne Registrierung abrufen, so können Sie jeden Text über GBI-Genios Deutsche Wirtschaftsdatenbank GmbH einzeln für einen geringen Stückpreis erhalten. Direkt auf diesen Artikel bei Genios gelangen Sie hier.

Diese Artikel könnten Sie noch interessieren
10.7.2026 – Ein Großteil der Österreicher stellt sich die Frage, ob die finanziellen Mitteln im Alter ausreichen werden. Die Entscheidung zur Vorsorge trifft auf manche Hürden. Viele fühlen sich von der Wahl des passenden Produkts überfordert. (Bild: Getty Images/Unsplash) mehr ...
 
26.6.2026 – Was wären die Österreicher persönlich bereit zu tun, um die Tragfähigkeit des Pensionssystems langfristig zu sichern? Dem ging die Allianz in einer Umfrage nach. Auch Erwartungen an die erste Säule und Anlageprioritäten wurden thematisiert. (Bild: Allianz) mehr ...