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Aon präsentiert „Marktprognose 2026“ für Österreich

28.4.2026 – Der österreichische Versicherungsmarkt wird sich in diesem Jahr nach Einschätzung von Aon weitgehend stabil und für Versicherungsnehmer vorteilhaft entwickeln. Die Komplexität der Risikolandschaft wachse aber weiter. Daher gelte es, Risikostrategien weiterzuentwickeln und verstärkt in Präventionsmaßnahmen zu investieren.

Marktprognose 2026 (Cover; Quelle: Aon)
Aon hat sein „Marktprognose 2026“ für den österreichischen
Versicherungsmarkt veröffentlicht (Cover; Quelle: Aon).

Risikoberater Aon Österreich hat seine „Marktprognose 2026“ veröffentlicht.

Sie soll nicht nur ein aktuelles Bild des Marktgeschehens vermitteln, sondern auch Orientierung für Unternehmen bieten, wie Chief Broking Officer Klaus Raming in der Einleitung schreibt.

In dem Report behandeln acht Experten jeweils überblicksartig die Sparten Sach, Haftpflicht, technische Versicherung, Transport und Marine-Cargo, Financial Lines, Cyber, Vertrauensschaden, Kredit, Kfz.

Zusätzlich wird den beiden Themen Factoring und Cybercrime ein besonderer Fokus gewidmet.

Voraussichtlich „weitgehend stabil und vorteilhaft“

Nach den Erwartungen des Risikoberatungsunternehmens wird sich der österreichische Versicherungsmarkt „voraussichtlich weitgehend stabil und vorteilhaft für Versicherungsnehmer“ entwickeln.

Zugleich werde die gesamte Risikolandschaft „zunehmend komplexer“ – was speziell auf die beiden „Fokusthemen“ zutreffe. Unternehmen müssen in einem Umfeld geopolitischer Unsicherheiten, wirtschaftlichen Drucks und neuer Technologien agieren.

Angesichts dessen gewönnen belastbare Daten und fundierte Analysen an Bedeutung, betont Aon: „Ein gut strukturiertes und transparent dokumentiertes Risikomanagement wird damit zu einem wesentlichen Hebel, um Kapazitäten zu sichern und vorteilhafte Konditionen zu erzielen.“

Cybercrime und Unternehmensfinanzierung

Chief Broking Officer Klaus Raming (Bild: Georg WIlke)
Klaus Raming, Chief Broking
Officer bei Aon Österreich
(Bild: Georg WIlke)

Cyberkriminalität sei zu einem „hochprofessionellen Geschäftsmodell“ geworden, hebt Aon hervor. Getrieben durch neue Technologien verstärke sich dies noch, das Betrugsrisiko wachse.

„Aus Versicherungssicht stellt Cyberkriminalität ein komplexes Risiko dar, das sich am besten durch kombinierte Deckungskonzepte aus zwei eigenständigen Sparten – Cyberversicherung und Vertrauensschadenversicherung – adressieren lässt“, heißt es von Aon.

Parallel dazu wachse bei vielen Unternehmen der finanzielle Druck. Als zusätzlich belastende Faktoren führt Aon hohe Zinsen, volatile Märkte, anhaltenden Investitionsbedarf und lange Zahlungsziele an.

„Vor diesem Hintergrund gewinnen Lösungen wie Factoring in Kombination mit Kreditversicherungen an Bedeutung, um Cashflows zu stabilisieren, Ausfallsrisiken zu steuern und Finanzierungsspielräume zu erweitern.“

Risikostrategien weiterentwickeln, in Prävention investieren

Unternehmen kommt laut Aon weiterhin hohe Kapazität zugute, in vielen Sparten auch intensiver Wettbewerb. „Unternehmen mit guter Risikoqualität profitieren häufig von stabilen oder sogar sinkenden Prämien sowie von verbesserten Bedingungen.“

Gleichzeitig würden Risiken genauer geprüft, besonders in schadenbelasteten oder stark exponierten Bereichen. Unternehmen sind also „gefordert, ihre Risikostrategien laufend weiterzuentwickeln und verstärkt in Präventionsmaßnahmen zu investieren“.

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